Kreisgruppe Herford

Tipps zum richtigen Heizen

BUND gibt Tipps zum richtigen heizen

Typische „Heizfehler“ schaden der Umwelt

In der dunklen Jahreszeit haben viele Menschen das Bedürfnis, ihre Heizung komplett aufzudrehen. Das dies sehr ineffizient ist, ist jedoch den wenigstens bewusst.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gibt 10 Tipps, was man tun kann, um effizienter zu heizen und zeigt typische Fehler auf, die häufig beim Thema „Heizen“ auftauchen. So kann das Klima geschützt und die Heizkosten gesenkt werden.

 

Die Heizung komplett ausschalten

Es ist ein Irrglaube, dass es energiesparend ist, die Heizung in der Nacht oder sobald der letzte das Haus verlassen hat, komplett runter zu drehen. Besser ist es, die Heizung auf eine niedrige Stufe zu stellen, damit der Raum nicht komplett auskühlt und dann zum erwärmen stark beheizt werden muss. Dies kostet nämlich viel mehr Energie und ist somit schädlich für das Klima.

Nasse Kleidung auf der Heizung trocknen

Obwohl es sich wunderbar anbietet, ist das Trocknen von Textilien auf der Heizung nicht so vorteilhaft, wie es scheint. Die Luftfeuchtigkeit wird dadurch im Raum erhöht und so auch die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Zusätzlich staut sich die Wärme zu stark, wenn versucht wird große Textilien, wie zum Beispiel einen Pullover oder eine Decke, durch die Wärme der Heizung, zu trocknen.

Dauerhaft lüften

Ein Fehler, den viele Menschen machen, ist, die Heizung anzuhaben und gleichzeitig zu lüften. Fenster und Türen dürfen während des Heizens nicht gekippt oder komplett offen sein. Hierdurch werden nicht die Temperaturen, sondern die Heizkosten in die Höhe getrieben. Besser: Stoßlüften! Die Fenster sollten, während sich die Heizung auf einer niedrigen Stufe befindet, für eine kurze Zeit komplett geöffnet werden. Die Luft kann so gut zirkulieren und sobald alle Fenster verschlossen wurden, kann die Heizung den Raum wieder aufwärmen.

Hohe Stufe = Schnelle Erwärmung

Wenn man nach Hause kommt und es dort nicht gerade warm ist, wird schnell die Heizung aufgedreht; häufig auf eine hohe Stufe. Dies sorgt jedoch nicht dafür, dass sich das Zimmer schneller, als auf einer niedrigen Stufe, aufheizt, sondern dafür, dass der Raum insgesamt wärmer wird und der Heizkörper den Raum nicht auf zum Beispiel 18 Grad, sondern auf 22 Grad erwärmt.

Die ideale Raumtemperatur

Häufig wird überschätzt, wie warm es tatsächlich in den unterschiedlichen Räumen seien sollte. Im Schlafzimmer, sowie in der Küche beträgt die ideale Zimmertemperatur zum Beispiel lediglich 18 Grad (Thermostat auf Stufe 2/2,5). Wenn man die idealen Raumtemperaturen beachtet und nicht unnötig stark heizt, kann viel für die Umwelt und gegen die Klimakrise gemacht werden.

Heizung höher drehen statt Pullover anziehen

Die Heizung muss nicht dauerhaft auf Stufe 3 stehen. Die Temperatur kann ein wenig herabgesenkt und zum Ausgleich eine Decke oder ein Pullover übergeworfen werden. Dies spart nicht nur Geld, sondern ist gleichzeitig auch vorteilhaft für die Natur.

Heizung nicht regelmäßig warten lassen

Es ist extrem wichtig, dass die Heizung regelmäßig gewartet wird. Eine alte, eventuell sogar kaputte Heizung, heizt häufig viel schlechter, als eine regelmäßig kontrollierte, neue Anlage.

Den Heizkörper zustellen

Es ist ineffizient, das Sofa oder den Tisch vor den Heizkörper zu stellen. Die Wärme kann sich aufgrund dessen nämlich nicht richtig im Raum verteilen und staut sich. Der Raum bleibt so also länger kühl und es wird unnötig Energie verschwendet.

Nicht isolierte Fenster und Türen

Es entweicht nicht nur Wärme dadurch, dass Fenster und Türen während des Heizens bewusst geöffnet werden, sondern auch, wenn sie nicht gut isoliert sind. Wenn Spalten und Fugen isolieret werden, verringern sich die Heizkosten und der Raum wird schneller erwärmt.

 Heizung nicht regelmäßig entlüften

Die Heizung ist an, doch der Raum trotzdem kalt? Häufig hilft es dann, die Heizung zu entlüften. Zu viel Luft in der Heizung verhindert, dass diese sich gut erwärmt. Somit ist es sehr viel effizienter die Heizung zu überprüfen und bei Bedarf zu entlüften, als die Heizung angestellt zu haben, ohne wirklich zu heizen.

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