Kreisgruppe Herford

Fahrraddemonstration

für die Fahrradstraße an der Vlothoer Str. und Stiftbergstaße

Der Rat hatte letztes Jahr auf Antrag der Grünen, SPD und Linken beschlossen, Teile der Vlothoer- und Stiftbergstraße als Fahrradstraße probeweise einzurichten. Dieser Ratsbeschluss soll im Verkehrsausschuss am 6.12.2020 neu behandelt werden. Als Grund werden Verkehrssicherheitsbedenken der Polizei, die in einer angeforderten Stellungnahme geäußert wurden, angeführt. Es besteht die Befürchtung, dass der Ratsbeschluss infrage gestellt und im Rat aufgehoben werden könnte.

Deshalb hat sich ein Bündnis unter dem Titel „Alleebäume erhalten, Verkehrssicherheit gestalten, Fahrradstraße jetzt“ gegründet. Zu dem Bündnis gehören die Stadt- und Kreisgruppen von Bund für Umwelt und Naturschutz , dem Verkehrsclub Deutschland, Fridays for Future, Parents for Future, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, der Natur Freunde, sowie die Friedensfördernde Energie-Genossenschaft Herford, , der Stadtverband der GRÜNEN und der Stadtverband der Linken. Das Bündnis fordert die Realisierung der Fahrradstraße und zwar jetzt. Die Allee für den Ausbau eines Radweges zu opfern wäre ein falsches Signal, denn auch für die Gesundheit der Schüler der beiden Schulen ist die Allee wichtig. Sie produziert Sauerstoff, filtert Abgase und Schadstoffe aus der Luft und ist Lebensraum für zahlreiche Tierarten und unterliegt einem besonderen Schutz. Insgesamt sorgt diese Allee für mehr Lebensqualität für die Bürger dieser Stadt.„Die Fahrradstraße wäre außerdem eine gute Möglichkeit für die Stadt Herford,dem selbstformulierten Ziel von 25% Radverkehrsanteil einen Schritt näher zu kommenDas Argument, man könne die Vlothoer Straße als Durchgangsstraße nicht zur Fahrradstraße ausweisen, ist hinfällig, da die Bismarckstraße genau aus diesem Grund ausgebaut wurde und anstelle der Vlothoer Straße besser als Durchgangsstraße geeignet ist. "Warum sollte man diese Option nicht nutzen?", fragt sich Maria Baumann vom BUND.Grundsätzlich möchte jeder sicher ans Ziel kommen und das sollte auch für Radfahrer oder Fußgänger gewährleistet sein. Um eine Stadt zu haben, in der der Verkehr der Zukunft eingeleitet wird, muss zusätzlich zum Fahrrad- und Fußverkehr auch der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden. Es muss eine Verkehrswende stattfinden! Eine Maßnahme, um den Verkehr an der Vlothoer Straße zu entlasten, könnte auch ein Parkplatz am Schützenhof für die morgendlichen „Elterntaxis“ sein, denn mit einem anschließenden kurzen Fußmarsch sind die Schüler schnell undvor allem sicher und mit etwas Bewegung am Ziel.Das Bündnis wird sich für eine sichere Verkehrsgestaltung einsetzen, die im Zeichen des Klimanotstands unsere Umwelt schont, dem ÖPNV und dem Fahrradverkehr Vorrang gibt. Darum muss die Allee bleiben und die Fahrradstraße kommen.

Internationaler Streiktag mit Klimakonzert

In Herford und Bielefeld mit Unterstützung durch den BUND

Mit Klang, Stimme und Herz verschafften sich die Fridays- und Parents for Future in Herford wieder Gehör. Auf die anklagende, traurig gestimmte Rede von Mutter Svenja Winkler folgte ein harmonisches Konzert von einem Quintett, das unter Mitwirkung des BUNDs "Bella Ciao" umgedichtet auf den Klimaschutz in Herford gespielt hat. Wie das klang? Davon können Sie sich selbst überzeugen.

Die Hoffnungslosigkeit, die bei allen herrschte, brachte Henning Olfermann mit seinen vorgetragenen Gedanken auf den Punkt. Nicht nur in Herford waren die Demonstrationsteilnehmer ungewönhlich still. Auch in Bielefeld war die bedrückte Stimmung weit verbreitet. Doch... Eine kleine Kehrtwende gab es am Ende des Umzugs dann doch. Einige haben ihre Stimme genutzt, um wichtige Themen anzustoßen. Ob dadurch auch etwas in der Politik angestoßen wird?

Sammlungsort und Ende der Bielefelder Demonstration am Rathaus

In Bielefeld wurde für die Fahrräder zumindest an diesem Tag der Ostwestfalendamm befahrbar gemacht. Vielleicht erleben einige von uns noch den Tag, an dem es Normalität ist mit dem Rad darauf hin und her zu fahren.

Fahrräder auf dem Ostwestfalendamm!

Demonstrationen gegen den Ausbau der B239

Außerdem: gegen des geplante Amazon-Logistikzentrum in Horn-Bad Meinberg

Nachdrücklich sprach eine Fridays for Future Aktivistin von der Angst, die sie um die Zukunft habe. Ein Landwirt lieferte ergänzend zu der Rede der Aktivistin Zahlen, wie viele Hecktar Land pro Sekunde in Deutschland versiegelt werden (3ha/s). Und hob wie die Aktivistin zuvor vor, dass die Menschheit auch noch von etwas leben müsse. Die B239 müsse nicht gebaut werden!

Auch gegen ein geplantes Amazon-Logistikzentrum in Horn-Bad Meinberg wurde eine sehr emotionale Rede gehalten.

Motto ist: Keine Flächenversieglung! Artenschutz ist Lebensschutz!

Hier gibt es mehr Informationen zum Bau der B239:

https://www.b239n.net/