Herzlich Willkommen beim BUND Herford!

Herzlich Willkommen beim BUND Herford!

Wir freuen uns sehr, dass Sie bei uns einmal reinschauen! Der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) ist einer der ältesten und aktivsten Naturschutzverbände im Kreis Herford. Unsere Aufgabe ist die Erhaltung von Natur und Umwelt, ohne die wir keine Lebensqualität und Zufriedenheit spüren würden. Der BUND Herford fragt nach, mischt sich ein, unterbreitet Vorschläge oder zeigt Alternativen auf, legt den Finger in die Wunde - damit das Leben noch lebenswert bleibt!

BUND sucht neue Mitstreiter

Luca Schnadt sucht neue BUND Mitstreiter

Luca Schnadt ist aktuell im Kreis Herford unterwegs auf der Suche nach neuen Mitstreitern. Der BUND sucht sowohl aktive Mitglieder, die Interesse haben, sporadisch oder  regelmäßig sich an Aktionen wie Kopfweidenschnitt, Obstwiesenpflege, Fledermaus- bzw. Vogelkästen aufhängen, Infostandbetreuung, Kontrolle von Ausgleichsmaßnahmen, Betreuung von Kindergruppen, Leitung von Exkursionen  usw. zu beteiligen. 

Aber auch Mitstreiter, die die Arbeit des BUNDs (nur) finanziell unterstützen können oder wollen, sind herzlich willkommen.

Als Willkommensgeschenk erhalten Neumitglieder je nach Wunsch einen Fledermausquartier, ein Spatzenhotel, Mauersegler- oder Schwalbennistkästen, ein Igelquartier, eine Vogelfuttersäule oder auch einen Obstbaum für den Garten.

Petition zum naturnahen Umgestaltung des Bergertorwehres

Jeder Baum zählt - kein Beton am Werreufer

Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift unsere Forderung möglichst viele Bäume beim Umbau des Werreufers zu erhalten und auf eine Betonstufensitzanlage zu verzichten.

Das Bündnis für den naturnahen Ausbau des Bergertorwehres:

BUND, NABU, Bürgerinitative "Rettet das Werreufer", Die Linken, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, LNU

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Kanutour auf der Werre

BUND holt Landratskandidaten von SPD/Grüne ins Boot und bringt sie ins Gespräch über lebendige Flüsse

Eine ungewöhnliche Begegnung auf dem Wasser: Die BUND-Kreisgruppe Herford holte  die Landratskandidaten Mirco Schmidt (CDU) und Frank Diembeck (SPD & Bündnis 90/Die Grünen) mit ins Boot und lud zu einer Kanutour ein. Die Strecke führte vom Stadtweg in Schweicheln bis zum Oberbehmer Wehr. Mit dieser Aktion wollte der BUND auf die ökologische Situation der Flüsse Werre und Else aufmerksam machen – und die politischen Entscheidungsträger direkt mit den Herausforderungen vor Ort konfrontieren.

Während der Fahrt, die die Teilnehmer entlang eines der naturnahen und wertvollsten Flussabschnitte der Werre  führte, wurde dennoch durch z.B. nichtheimische invasive Arten deutlich, dass selbst hier nicht alles zum Besten ist. Julie Mettenbrink, Vorstandsmitglied der BUND-Kreisgruppe, erklärte:
„An vielen Stellen sehen wir massive Ausbreitungen invasiver Arten wie Indisches Springkraut oder Japanischer Knöterich. Ein bewährtes Mittel dagegen ist die Förderung von Weidengebüschen entlang der Ufer. Diese beschatten das Wasser, stabilisieren die Böschungen und verdrängen die Neophyten auf natürliche Weise. Das ist ein einfaches, aber sehr wirksames Instrument zur ökologischen Verbesserung unserer Flüsse.“

Auch die ökologische Durchgängigkeit von Werre und Else sei nach wie vor stark eingeschränkt, so der BUND. Fische und andere Wasserorganismen stoßen am Oberbehmer Wehr, das den Schlusspunkt der Tour darstellte, auf ein unüberwindbares Hindernis für ihre Wanderung flussaufwärts. Wie eine naturnahe Umgestaltung des Wehres aussehen könnte, erlebten die Teilnehmer der Tour eindrucksvoll an der ehemaligen Roggenmühle auf der Strecke, wo das Wehr durch eine raue Sohlgleite ersetzt wurde. Karsten Otte, BUND-Aktivist und Sprecher der Bezirkskonferenz Naturschutz erläuterte: "HIer ist eine Durchlässigkeit nicht nur für Kanufahrer gegeben. Auch Fische und Kleinlebewesen können wieder wandern. Jetzt muss nur noch dass Oberbehmer Wehr umgebaut werden, damit sie überhaupt bis zur Roggenmühle aufsteigen können."

Am Geprächsort unterhalb des Oberbehmer Wehres, den die Teilnehmer über Land erreichten, machte  Bernd Meier, Sprecher der BUND Kreisgruppe deutlich: "wir konnten das Wehr zu Fuß umgehen - wie es auch die Kanuten machen müssen. Dies ist leider den Wasserlebewesen verwehrt, für sie endet ihre Reise hier."

Resolution „Freie Fahrt für Fische in Werre und Else!“

Grundlage der Gespräche war die im Frühjahr verabschiedete Resolution der BUND-Kreisgruppe. Sie fordert unter anderem:

  • eine raue Sohlgleite am Oberbehmer Wehr,
  • eine Sohlgleite oder ein Bypass am maroden Elsemühlenwehr in Bünde,
  • die zügige Umsetzung der Umbaupläne für das Bergertorwehr in Herford,
  • sowie ein stärkeres Engagement des Kreises als Untere Wasserbehörde, um die EU-Vorgaben zum ökologischen Zustand der Flüsse umzusetzen.

Kandidaten im Gespräch

Bei der Überreichung der Resolution schenkte Bernd Meier den Landratkandidaten auch das Buch "Geschichte im Fluss" des Kreisheimatvereins, dass die Kanalisierung von Werre und Else seit dem 18. Jharhundert in den Blick nimmt. Meier erklärte: "Alte Karten zeigen, wie sich die Werre und Else vor der Kanalisierung natürlich durch die Landschaft schlängelten. Während die Werre im Mittelalter von der Quelle bis zur Mündung 100 Kilometer lang war, sind es jetzt nur noch 69 Kilometer."

Abschließend machte Ulrich Richter deutlich, dass eine rasche Umsetzung des in der Planung befindlichen Landschaftsplans auch für eine Renaturierung von Werre und Else von zentraler Bedeutung sei:"Im Landschaftsplan können  die Ufer- und Auenbereiche unter Schutz gestellt werden. Dies ist dringend nötig, damit Werre und Else wieder Raum für eine naturnahe Eigendynamik erhalten und auch natürliche Retentionsräume geschaffen werden, umder  steigenden Hochwassergefahr zu begegnen.

Sowohl Schmidt (CDU) als auch Diembeck (SPD/Grüne) signalisierten, die Anliegen ernst zu nehmen und sich für eine bessere Durchgängigkeit und Renaturierung der Auen von Werre und Else einzusetzen.

 

BUND Herford setzt sich für den Schutz von Fledermäusen und die Renaturierung von Wäldern ein

Aufhängen von Fledermauskästen als Beitrag zum Artenschutz und zur Schaffung von „Urwäldern von morgen“

Der BUND Herford hat kürzlich in einem Waldbereich am Heier Mühlenbach über 30 Fledermauskästen unterschiedlicher Typen aufgehängt, um den heimischen Fledermäusen bessere Quartiermöglichkeiten zu bieten. Mit dieser Aktion setzt sich der BUND aktiv für den Artenschutz der bedrohten Flugsäuger ein, die in den letzten Jahren zunehmend auf die Unterstützung von Menschen angewiesen sind. „Da unsere Wälder im Kreis meist intensiv genutzt werden, bieten sie leider meist zu wenige alte Höhlen für Fledermäuse aber auch Siebenschläfer und Co.“ erklärt BUND Fledermaus-Experte Bernd Meier.

„Fledermäuse sind wichtige Akteure in unserem Ökosystem – sie regulieren den Insektenbefall und sind Anzeiger für intakte Ökosysteme“, erläutert Meier weiter. „Durch das Aufhängen der Kästen in diesem speziellen Waldbereich möchte ich den Tieren einen sicheren Unterschlupf bieten,“ berichtet Martin Starrach, der Eigentümer der Waldparzelle. Nicht nur die Bäume an denen die Kästen hängen, will Starrach alt werden lassen, damit sie so durch Astausfaulungen oder Spechte natürliche Höhlen für Fledermäuse und andere Tiere bilden. „In meinem Wald sollen möglichst alle Bäume ihr natürliches Alter erreichen und nur in Ausnahmefällen gefällt werden“ sagt Starrach. Er könne sich auch gut vorstellen, dass der Wald als Naturschutzgebiet durch den Kreis geschützt werde.

Meier vom BUND: „ Wir brauchen im Kreis mehr Naturwälder zum Erhalt der Biodiversität und der Schaffung stabiler, klimastabiler Ökosysteme.“

Der BUND möchte gern auch Waldparzellen, wie z.B. Kalamitätsflächen, auf denen die gesamten Fichten abgestorben sind, ankaufen. „Diese Kalamitätsflächen bieten die Chance, naturnahe Wälder zu schaffen – sogenannte „Urwälder von morgen“.“ erläutert der Biologe Bernd Meier. Anstatt auf kostenintensive und oft nicht standortheimische Aufforstungen zu setzen, verfolge die BUND Kreisgruppe mit Unterstützung der BUND NRW Naturschutzstiftung die Strategie, diese Flächen weitgehend sich selbst zu überlassen. Die natürlichen Prozesse der Naturverjüngung könnten so zur Entstehung eines stabilen und artenreichen Waldes führen.

Die Fledermauskästen, die der BUND Herford aufgehängt hat, bieten den Tieren sicheren Unterschlupf und tragen auch zur Förderung einer vielfältigen und resilienten Tierwelt bei, so der BUND. Allerdings stellten sie nur eine Übergangslösung dar, das Ziel sei die Schaffung von „Urwäldern“ mit einem reichhaltigen Angebot an Höhlen und Totholz. Das Aufhängen von Fledermauskästen sei aber eine wichtige Maßnahme, um den Tieren aktuell in einer zunehmend sich verändernden Umwelt zu helfen.

„Die Entstehung eines resilienten Waldes, der in der Lage ist, den Herausforderungen der Zukunft standzuhalten, bietet nicht nur Lebensräume für Fledermäuse und andere Arten, sondern hilft auch dabei, die Biodiversität zu bewahren.“ ist sich Waldbesitzer Starrach sicher.

Für die Zukunft sucht der BUND Herford weitere Eigentümer von Wald- oder Kalamitätsflächen, um diese in „Urwälder von morgen“ zu verwandeln. Der BUND Herford möchte hierzu gern auch mit der BUND NRW Naturschutzstiftung Waldflächen ankaufen, steht aber auch interessierten Waldbesitzern gern mit Rat und Tat zur Seite, um ihren Wald ökologisch aufzuwerten.

Einladung

„Wenn Sie selbst Kalamitätsflächen besitzen und daran interessiert sind, Teil dieses Projekts zu werden, freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung“, betont Kreisgruppensprecher Meier. „Gemeinsam können wir die Grundlage für eine nachhaltige und vielfältige Waldbewirtschaftung schaffen.“

Landschaftsplan muss Arten- und Biotopschutz besser berücksichtigen

Aktive vom BUND übergeben Landrat Forderungen für den neuen Landschaftslpan

BUNDler übergeben Forderungen zum neuen Landschaftsplan

Zum Hintergrund: Der Kreistag hat im Jahr 2017 beschlossen, die bisherigen fünf Landschaftspläne in einem kreisweiten Landschaftsplan fortzuschreiben. Ein aufwendiger und komplizierter Prozess, in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, die Landwirtschaft und der ehrenamtliche Naturschutz mit einbezogen werden.

Grundlage für die aktuellen Planungen sind u.a. eine kreisweite Biotoptypenkartierung.

Entscheidend sind nun verschiedene Fragestellungen: Wo müssen Naturschutzgebiete verändert oder neu ausgewiesen werden? Wie sind die Grenzen der Landschaftsschutzgebiete zu überarbeiten? Gibt es eine Differenzierung der Landschaftsschutzgebiete hinsichtlich ihres Schutzzweckes? Wie kommt man zu einem Biotopverbund, um die manchmal verinselten Landschaftsräume zu verbinden und damit ihre Bedeutung langfristig zu sichern? Welche Vorgaben müssen durch den Regionalplan als Landschaftsrahmenplan beachtet werden?

Der BUND hat hier sehr konkrete Vorstellungen, die in einem Zehn-Punkte-Katalog zusammengefasst sind. Dieser wurde dem Landrat nun im Kreishaus übergeben. Darin fordern die Naturschützer beispielsweise mehr und größere Naturschutzgebiete. Mit 3,77% der Fläche ist der Kreis Herford Schlusslicht in Ostwestfalen. Der Kreis Paderborn und Kreis Lippe haben jeweils über 11% ihrer Fläche als Naturschutzgebiete ausgewiesen und selbst die Stadt Bielefeld hat mit 8 % prozentual mehr als doppelt sowiel Fläche ausgewiesen. Aber auch die Vernetzung einzelner Schutzgebiete, die Wiedervernetzung zerschnittener Großlebensräume sowie die Unterschutzstellung sämtlicher Waldflächen mit einer hohen ökologischen Wertigkeit werden vom BUND gefordert.

„ Der BUND im Kreis Herford begrüßt die Bemühungen zur Neufassung eines Landschaftsplanes für den ganzen Kreis Herford ausdrücklich. An den bisherigen fünf Plänen hat der Zahn der Zeit genagt“, so Bernd Meier. „Wir brauchen eine neue Grundlage, um Natur und Landschaft im Kreis Herford besser zu schützen und die Artenvielfalt zu erhalten“ meint Kreisgruppensprecher Bernd Meier.

Der aktuelle Entwurf stellt die Naturschützer aber noch nicht zufrieden. „Neben der Vergrößerung der Fläche von Naturschutzgebieten benötigen wir auch Maßnahmen, um bedrohte Arten zu schützen, deren Lebensräume sich außerhalb dieser Gebiete befinden. Wir brauchen Pufferzonen rund um schmale Schutzgebiete sowie klare und überprüfbare Zielsetzungen beim Artenschutz“, so Meier, der sich zudem eine noch stringentere Kontrolle der Vorschriften in Schutzgebieten wünscht. „Naturschutz muss in Naturschutzgebieten immer Vorrang vor anderen Nutzungsinteressen haben“, so der BUND Kreisgruppenvorsitzende.

andschaftsplan.Im besonderen Blick des Plans müssen die Bach-, Siek- und Flusstäler als wesentliches Gerüst des Biotopverbundes im Kreis Herford liegen. Dazu kommen auch, trotz oder gerade wegen der allgemeinen Waldarmut im Kreis Herford, Wälder mit einer besonderen naturschutzfachlichen Bedeutung. Sonderstandorte wie Heiden und Magergrünland sind auch zu berücksichtigen. Ein weiterer Arbeitsbereich hat sich in den letzten Jahren beim Schutz von Arten der offenen Feldflur entwickelt.

 

Citizen Science - Fledermausquartiere in NRW erfassen

Machen Sie mit!

Der BUND verleiht auch "Fledermaus willkommen" Plaketten. Bewerben Sie sich einfach!

Auch dieses Jahr werden Bürger*innen vom BUND aufgerufen bei der Erfassung von Fledermausquartieren zu helfen. Ziel ist es Quartiere zu kennen und damit die geschützen Tiere besser schützen zu können.

Helfen auch Sie mit!

Die Aktion wird ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung für Umwelt und Entwicklung (SUE)

Hier geht es zum Aufruf.

Jetzt Förderung für Dachbegrünung beantragen!

Gegen Dürre und Wassermassen: Dachbegrünung als Wasserrückhalt

Die trockenen Jahre 2018 bis 2020 waren beispiellos für die vergangenen 250 Jahre. Diese Folgen der Klimakrise bedrohen auch in Deutschland Menschen und die natürlichen Lebensgrundlagen. Die Fluten im Ahrtal widerum und die derzeitigen Regenmengen spiegeln das andere Extremum wieder.

Eine rasche Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie durch Bund und Länder ist dringend geboten. Kurzfristig müssen bundesweit die einheitliche Erfassung von Kenngrößen zu Niedrigwasser und Wassermangel, einheitliche Leitlinien für regionale Wasserversorgungskonzepte sowie eine „Kommunikationsstrategie Wasser“ auf den Weg gebracht werden.

Bandt: „Es ist zu befürchten, dass der Dürre-Trend der vergangen Jahre sich fortsetzt. Deshalb müssen wir schnell die Widerstandskraft unserer Landschaft stärken und den natürlichen Wasserrückhalt erhöhen. Wir müssen auch in Deutschland großflächige naturbasierte Lösungen für dezentrale Wasserrückhaltemaßnahmen in der Landschaft ermöglichen. Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz der Bundesregierung muss daher schnellstmöglich starten.“

Auen spielen beim Wasserrückhalt eine sehr wichtige Rolle. Mit den Naturschutzgroßprojekten Lenzener Elbtalaue und Lebendige Auen für die Elbe hat der BUND als großer deutscher Flussverband bereits 840 Hektar Auenlandschaft wiederhergestellt und das Potential naturbasierter Lösungen beispielhaft aufgezeigt. Lebendige Flusslandschaften sind vorsorgender Hochwasserschutz als auch Wasserspeicher in der Landschaft. Regelmäßig überflutete Auen speichern zudem bis zu 30 Prozent mehr Kohlenstoff und damit klimaschädliches CO2, reinigen das Wasser und geben es bei Trockenheit nach und nach wieder an die Landschaft ab.

Aber nicht nur der Gesetzgeber ist gefordert, jeder einzelne könne und solle aktiv werden, ergänzt Bernd Meier von der BUND Kreisgruppe Herford.

"Nicht verschwenderisch mit unserem Trinkwasser, also unseren Grundwasservorräten, umgehen kann jeder" erläutert der BUND Kreisgruppensprecher. Statt Schottergärten anzulegen, könne man naturnahe Gärten anlegen, Regenwasserzisternen aufstellen, oder auch Garageneinfahrten und Parkflächen durch Rasengittersteine oder ähnlichem entsiegeln und so die Grundwasserneubildung fördern und Hochwassergefahren abmildern.

Dachbegrünungen bieten zahlreiche Ökosystemleistungen, wie Regenwasserrückhalt. Auch die Funktion als Habitat für Insekten, Nahrungsquelle für verschiedene Vogelarten und die als Trittsteinbiotop im Biotopverbund. Aus diesen Gründen ist es dem BUND Kreis Herford ein Anliegen Dachbegrünungen zu fördern. Die BUND Kreisgruppe Herford  fördert im Kreis Dachbegrünungen mit 1/3 der Kosten, allerdings max. 500€ pro Dachbegrünung. Gefördert werden alle Kosten für Arbeiten und Materialien oberhalb der Dachabdichtung. Bei Interesse einer Förderung kann mit dem BUND über bund-herford@web.de Kontakt aufgenommen werden. Wir beraten Sie gerne bei Interesse unverbindlich hinsichtlich einer möglichst artenschutzfreundlichen Lösung. Wenn Ihnen der Artenschutz als Argument nicht genügen sollte, dann könnte eine Dachbegrünung dennoch interessant für Sie sein, da in Studien auch direkte Nutzen für den Menschen dargelegt wurden. So kühlen flächendeckende Dachbegrünungen beispielsweise in Ballungsgebieten die Luft auch auf Fußgängerebene, in einer Kleinstadt wie Herford ist das wegen der zu geringen Dichte zwar nur bedingt möglich, für die HausbesitzerInnen gibt es allerdings verschiedene Ersparnisse durch eine Dachbegrünung. Auf lange Sicht muss die Dachpappe deutlich seltener ersetzt werden, durch die Dämmwirkung werden im Winter Heiz- und im Sommer Stromkosten eingespart. Des Weiteren steigern Dachbegrünungen die Produktivität von Solarmodulen.

Bei näheren Informationen dazu können Sie sich ebenfalls gerne an den BUND Kreis Herford unter bund-herford@web.de wenden.
 

Bildautor: Bernd Meier

BildInfos: Auch teilweise Entsiegelungen von Garageneinfahrten lassen Regen versickern und dienen sogar der Artenvielfalt: in den Löchern haben sich Mauerbienen angesiedelt.

Begrünte Dächer halten Wasser zurück und heizen sich nicht so stark auf.

Mehr Informationen:

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Vlotho:

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Enger-Spenge:

Heinz-Jürgen Uffmann
heinz-juergen.uffmann@bund.net

Termine

Nähres unterExkursionen & Vorträge

So 7.12.25

BUND Stand auf dem Weihnachtsmarkt im Gut Bustedt in Hiddenhausen

Besuchen Sie unseren BUND Stand im Gewässerraum (ganz oben im Turm) auf dem morgigen Weihnachtsmarkt (Eintritt 2,50; Kinder frei) zwischen11 und 19 Uhr. Für die Besucher unseres Standes haben wir einen Vogelfutterzapfen und ein Miniposter "Vögel am Futterhaus" oder ein Öko-Teelicht als Geschenk (solange der Vorrat reicht). BUND Mitglieder und solche, die es werden wollen, können als Dankeschön bzw. Willkommensgeschenk einen Fledermauskasten(bausatz) oder eine Vogelfuttersäule aus Edelstahl kostenlos mitnehmen.