Herzlich Willkommen beim BUND Herford!

Herzlich Willkommen beim BUND Herford!

Wir freuen uns sehr, dass Sie bei uns einmal reinschauen! Der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) ist einer der ältesten und aktivsten Naturschutzverbände im Kreis Herford. Unsere Aufgabe ist die Erhaltung von Natur und Umwelt, ohne die wir keine Lebensqualität und Zufriedenheit spüren würden. Der BUND Herford fragt nach, mischt sich ein, unterbreitet Vorschläge oder zeigt Alternativen auf, legt den Finger in die Wunde - damit das Leben noch lebenswert bleibt!

Machen Sie mit beim Tag des offenen Heizungskellers am 21. November 2026!

Der „Tag des offenen Heizungskellers“ am 21. November 2026 macht klimafreundliches Heizen im Alltag erlebbar. Bundesweit öffnen Haus- und Wohnungsbesitzer*innen ihre Türen und teilen praxisnahe Erfahrungen mit nachhaltigen Heizsystemen. Nachbar*innen zeigen Nachbar*innen, wie sie ohne Gas und Öl Wärme erzeugen können. Zu diesem bundesweiten Aktionstag rufen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, co2online, GermanZero, Greenpeace Deutschland und der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) gemeinsam auf.
 

Das Ziel:

  • Einblicke in Klimafreundliches Heizen ermöglichen und persönliche Erfahrungen teilen
  • Austausch auf Augenhöhe, ohne Werbung oder Verkaufsdruck
  • Modernisierungshürden abbauen
     

So können Sie Mitmachen:

Als Besucher*in:
Sie überlegen, eine klimafreundliche Heizung einzubauen, wissen aber nicht so recht, wie das aussehen kann?
Sie haben Bedenken wegen der Kosten, der Umsetzung oder der Leistung?
Dann suchen Sie über www.offenerheizungskeller.de einen Heizungskeller oder eine Aktion in Ihrer Nähe und melden sich als Besucher*in an.

Als Gastgeber*in:
Die Aktion ist darauf angewiesen, dass möglichst viele Menschen mit klimafreundlichen Heizsysten ihre Türen für interessierte Nachbarinnen*innen öffnen und Ihre Erfahrungen teilen. Technisches Fachwissen brauchen Sie als Gastgeber*in dafür nicht. Es geht viel mehr um Ihre persönlichen Erfahrungen - z.B. die Höhe Ihrer Stromrechnung, wie laut das Heizsystem ist oder ob es im Winter ausreicht.
Um als Gastgeber*in Teilzunehmen tragen Sie Ihren Heizungskeller einfach auf www.offenerheizungskeller.de ein. Optional können Sie ein Aktionspaket mit Werbe- und Infomaterialien zum Auslegen bestellen.
Außerdem gibt es vorab online Info-Abende, an denen Sie bei Interesse teilnehmen können.

Melden Sie sich an und machen Sie mit!
 

Mehr Informationen zum “Tag der offenen Heizungskeller” finden Sie hier.

BUND Tipp: Im Herbst kann gesät werden – Die Grundlage für eine Artenreiche Wildblumenwiese im nächsten Jahr

Der Herbst bietet nicht nur die optimalen Bedingungen für das Pflanzen von Bäumen, Hecken, Sträuchern und Stauden, sondern auch für das Aussäen von Wildblumen.
Wer sich im nächsten Jahr an einer tollen Wildblumenwiese erfreuen möchte, kann jetzt anfangen, seinen Garten darauf vorzubereiten. Bei Interesse gibt es hier nicht nur die wichtigsten Informationen dazu, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) verschenkt auch die passenden Wildblumensamen. 

Viele Wildpflanzen sind Kaltkeimer oder benötigen das herbstlich feuchte Wetter, um im nächsten Jahr gut auszutreiben. 
Besonders in den ersten Wochen nach der Aussaat ist es wichtig, dass der Boden niemals komplett austrocknet. Im Hochsommer ist das Aussäen von Wildblumen daher mit einem deutlich höheren Bewässerungsaufwand verbunden und nicht empfehlenswert.

Neben der Bewässerung muss aber auch der Nährstoffgehalt des Bodens beachtet werden.
Für eine klassische Blumenwiese sind die meisten Gartenböden zu nährstoffreich. Der fette Boden fördert das Wachstum von Gräsern, welche dann die Wildblumen verdrängen. Eine artenreiche Magerwiese benötigt also einen nährstoffarmen Untergrund.
Um den Boden auf die Wildblumen vorzubereiten, sollten Sie die Rasenflächen mehrmals tief mähen und den Grünschnitt entfernen. Außerdem können Sie ungewaschenen Grubensand oder feinen Kies in die oberste Erdschicht einarbeiten, um die Bodenstruktur abzumagern.
Bei extrem nährstoffreichen Flächen kann es helfen, die oberste, dunkle Humusschicht komplett abzutragen, um direkt auf dem mageren Unterboden zu starten.

Nachdem der Boden vorbereitet ist, kann die Aussaat beginnen. Die Wildblumensamen brauchen direkten Kontakt zum Boden, damit sie austreiben können. Ein einfaches Ausstreuen der Wildblumensamen auf einer Rasenfläche bleibt in der Regel erfolglos, weil die Grasnarbe den Bodenkontakt verhindert.
Daher sollte die Grasnarbe vor dem Säen abgetragen oder untergraben werden. 
Weil viele Saatgutmischungen sehr feine Samen enthalten, empfiehlt es sich zudem, das Saatgut mit Sand oder Sägemehl etwa im Verhältnis 1:3 zu mischen. Zusammen mit dem Kreuzgang, bei dem die Mischung einmal längs und einmal quer über der Fläche ausgestreut wird, fördert das die gleichmäßige Verteilung der Samen.
Die meisten Wildblumen sind Lichtkeimer, dürfen also nicht mit Erde bedeckt werden. Um trotzdem den nötigen Kontakt zum Bodenwasser herzustellen, sollten die Samen mit einer Walze oder einem Trittbrett fest an den Boden gedrückt werden.

Für eine langlebige und artenreiche Wildblumenwiese ist die Qualität des Saatgutes entscheidend. Mittlerweile gibt es viele Händler, die regionales Saatgut von heimischen Blühwiesenpflanzen anbieten. Trotzdem ist die Qualität des Saatguts oft eher schlecht.

Wer Interesse an Blumensamen hat, kann sich gerne per E-Mail beim BUND Herford melden. Der BUND verschenkt bis zu 5 g hochwertiges, regionales Saatgut (für eine Fläche von 1 m² benötigt man etwa 1g) an alle Interessenten.

E-Mail: bund-herford@web.de

Tipps für den Umganag mit Herbstlaub und Igelhausverlosung

Wieder einmal ist es Herbst und die Bäume verlieren nach und nach ihre Blätter. Sie landen auf Dächern, in Regenrinnen, auf Gehwegen, auf der Straße und in unseren Gärten. Aber wohin mit dem Laub? 
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät davon ab, das Herbstlaub in die Biotonne zu werfen. Und in den Restmüll gehört das Laub erst recht nicht.

Stattdessen bietet es sich an, das Laub einfach an einem Ort im Garten zu sammeln. Nicht nur lassen sich die Blätter so kompostieren, die Laubhaufen bilden auch potenzielle Winterquartiere für den unter Artenschutz stehenden Igel.

Der Bestand des Europäischen Igels geht seit Jahren stark zurück. Grund dafür sind nicht nur Autos, Mähroboter und andere landwirtschaftliche Geräte, sondern auch der massive Verlust von Lebensraum und Nahrung durch die moderne Gartengestaltung. Einfache Rasenflächen bieten den kleinen Insektenfressern kaum ein Dach über dem Kopf oder eine Mahlzeit auf dem Tisch. Ein dichter Zaun schränkt den Igel in seiner Nahrungs- und Unterschlupfssuche zusätzlich ein.

Da Igel Winterschlaf halten, sind sie gerade im Winter auf einen sicheren Zufluchtsort angewiesen. Wer sein Laub also sinnvoll nutzen möchte, der sollte es am besten einfach im Garten auftürmen.

Aber Achtung: Ein Laubbläser oder Laubsauger sollte dazu nicht verwendet werden. Die Geräte mit Verbrennungsmotor sind extrem laut und verschmutzen die Luft. Die leiseren E-Geräte verbrauchen sehr viel Energie und ihre Akkus landen früher oder später im Müll, wodurch wichtige Rohstoffe verloren gehen. Und egal ob mit Verbrennungsmotor oder Akku – die Geräte töten Spinnen und Insekten, zerstören Pflanzensamen und rauben am Boden lebenden Kleintieren Nahrung und Lebensraum. 
Der Griff zur traditionellen Harke lohnt sich daher.

Alternativ können die bunten Blätter aber auch einfach liegen gelassen werden – natürlich nur, wenn die Verkehrssicherheit nicht gefährdet wird. So sparen Sie Zeit und Mühe und das Laub bildet erst eine natürliche Deckschicht, die den Boden vor dem Austrocknen bewahrt, und mit der Zeit entsteht aus den verrottenden Blättern eine nährstoffreiche Humusschicht.

Wer aber trotzdem zur Harke greift, betreibt nicht nur Igelschutz, sondern hat auch die Chance, ein Igelhaus für den eigenen Garten zu gewinnen. Der BUND verlost ein Igelhaus unter allen, die ihm ein Foto ihres Laubhaufens zusenden. 
Einsendefrist ist der 15. November.

E-Mail: bund-herford@web.de

BUND will Waldflächen und Biotopbäume für naturnahe Wälder kaufen

Zum internationalen Tag des Waldes wünscht sich der BUND von Politik, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürgern, den Schutz und Erhalt dieser wertvollen Lebensräume auch in OWL konsequent voranzutreiben. Auch der BUND engagiert sich im Waldschutz und will Waldbereiche oder sogenannte Habitatbäume kaufen um mehr naturnahe Wälder zu schaffen.

OWL gehört mit einem Waldanteil von etwa 20% im Vergleich zu NRW (27%) zu der BRD (32%) zu den waldarmen Gebieten. Zudem sind die wenigen vorhandenen Waldflächen stark zersplittert.

In Nordrhein-Westfalen, einem stark industrialisierten Bundesland, spielt der Wald eine entscheidende Rolle als Erholungsraum und Schutzgebiet. Zudem ist er von unschätzbarem Wert für die biologische Vielfalt. “Es gilt die wenige Fläche, die wir in unserem Kreis ohnehin nur noch haben, nicht noch weiter zu reduzieren, sondern gezielt zu schützen. Der Wald ist ein wichtiger und beliebter Ort für alle, die Erholung, Ruhe und Inspiration suchen.”, so Bernd Meier vom BUND Herford.

„Unsere Wälder sind das grüne Herz unserer Region und unverzichtbar für ein zukunftsfähiges Ökosystem. Deshalb wünschen wir uns eine verstärkte Förderung nachhaltiger Forstwirtschaft und den Ausbau von Schutzmaßnahmen. Gemeinsam können wir den Herausforderungen des Klimawandels trotzen. 

Um neue Naturwälder entstehen zu lassen, möchte die BUND Naturschutzstiftung in OWL Waldparzellen wie zum Beispiel ehemalige Fichtenmonokulturen, die durch Borkenkäferbefall oder Trockenheit geschädigt wurden, sogenannte Kalamitätsflächen, erwerben. „Diese geschädigten Flächen bieten eine einmalige Gelegenheit, naturnahe Wälder entstehen zu lassen – die ‚Urwälder von morgen‘“, erklärt Bernd Meier. Anstatt auf kostenintensive und oft nicht standortgerechte Aufforstungen zu setzen, verfolgt die BUND NRW Naturschutzstiftung das Konzept der natürlichen Waldentwicklung. Durch die Selbstregeneration kann sich ein widerstandsfähiger und artenreicher Wald entwickeln, der langfristig zur Stabilität des Ökosystems beiträgt.

„Wenn Sie selbst Kalamitätsflächen besitzen und daran interessiert sind, Teil dieses Projekts zu werden, freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung“, betont BUND-Aktivist Meier. „Gemeinsam können wir die Grundlage für eine nachhaltige und vielfältige Waldbewirtschaftung schaffen.“

Neben dem Ankauf von Waldflächen möchte der BUND auch alte Bäume für ein Alt- und Habitatbaumprojekt erwerben. Im Rahmen dieses Projekts werden bis zu 30 Bäume pro Hektar aus der Nutzung genommen und dürfen ihr natürliches Alter erreichen und auch im Wald verbleiben. Die Eigentümer werden dabei für den Wertverlust entschädigt.

Interessierte Waldeigentümer können unter bernd.meier(at)bund.net oder 0178 121 03 74 Kontakt aufnehmen.

 

BUND sucht neue Mitstreiter*innen

Luca Schnadt ist aktuell im Kreis Herford unterwegs auf der Suche nach neuen Mitstreiter*innen. Der BUND sucht sowohl aktive Mitglieder, die Interesse haben, sporadisch oder  regelmäßig sich an Aktionen wie Kopfweidenschnitt, Obstwiesenpflege, Fledermaus- bzw. Vogelkästen aufhängen, Infostandbetreuung, Kontrolle von Ausgleichsmaßnahmen, Betreuung von Kindergruppen, Leitung von Exkursionen  usw. zu beteiligen. 

Aber auch Mitstreiter*innen die die Arbeit des BUNDs (nur) finanziell unterstützen können oder wollen, sind herzlich willkommen.

Als Willkommensgeschenk erhalten Neumitglieder je nach Wunsch einen Fledermausquartier, ein Spatzenhotel, Mauersegler- oder Schwalbennistkästen, ein Igelquartier, eine Vogelfuttersäule oder auch einen Obstbaum für den Garten.

BUND Herford setzt sich für den Schutz von Fledermäusen und die Renaturierung von Wäldern ein

Aufhängen von Fledermauskästen als Beitrag zum Artenschutz und zur Schaffung von „Urwäldern von morgen“

Der BUND Herford hat kürzlich in einem Waldbereich am Heier Mühlenbach über 30 Fledermauskästen unterschiedlicher Typen aufgehängt, um den heimischen Fledermäusen bessere Quartiermöglichkeiten zu bieten. Mit dieser Aktion setzt sich der BUND aktiv für den Artenschutz der bedrohten Flugsäuger ein, die in den letzten Jahren zunehmend auf die Unterstützung von Menschen angewiesen sind. „Da unsere Wälder im Kreis meist intensiv genutzt werden, bieten sie leider meist zu wenige alte Höhlen für Fledermäuse aber auch Siebenschläfer und Co.“ erklärt BUND Fledermaus-Experte Bernd Meier.

„Fledermäuse sind wichtige Akteure in unserem Ökosystem – sie regulieren den Insektenbefall und sind Anzeiger für intakte Ökosysteme“, erläutert Meier weiter. „Durch das Aufhängen der Kästen in diesem speziellen Waldbereich möchte ich den Tieren einen sicheren Unterschlupf bieten,“ berichtet Martin Starrach, der Eigentümer der Waldparzelle. Nicht nur die Bäume an denen die Kästen hängen, will Starrach alt werden lassen, damit sie so durch Astausfaulungen oder Spechte natürliche Höhlen für Fledermäuse und andere Tiere bilden. „In meinem Wald sollen möglichst alle Bäume ihr natürliches Alter erreichen und nur in Ausnahmefällen gefällt werden“ sagt Starrach. Er könne sich auch gut vorstellen, dass der Wald als Naturschutzgebiet durch den Kreis geschützt werde.

Meier vom BUND: „ Wir brauchen im Kreis mehr Naturwälder zum Erhalt der Biodiversität und der Schaffung stabiler, klimastabiler Ökosysteme.“

Der BUND möchte gern auch Waldparzellen, wie z.B. Kalamitätsflächen, auf denen die gesamten Fichten abgestorben sind, ankaufen. „Diese Kalamitätsflächen bieten die Chance, naturnahe Wälder zu schaffen – sogenannte „Urwälder von morgen“.“ erläutert der Biologe Bernd Meier. Anstatt auf kostenintensive und oft nicht standortheimische Aufforstungen zu setzen, verfolge die BUND Kreisgruppe mit Unterstützung der BUND NRW Naturschutzstiftung die Strategie, diese Flächen weitgehend sich selbst zu überlassen. Die natürlichen Prozesse der Naturverjüngung könnten so zur Entstehung eines stabilen und artenreichen Waldes führen.

Die Fledermauskästen, die der BUND Herford aufgehängt hat, bieten den Tieren sicheren Unterschlupf und tragen auch zur Förderung einer vielfältigen und resilienten Tierwelt bei, so der BUND. Allerdings stellten sie nur eine Übergangslösung dar, das Ziel sei die Schaffung von „Urwäldern“ mit einem reichhaltigen Angebot an Höhlen und Totholz. Das Aufhängen von Fledermauskästen sei aber eine wichtige Maßnahme, um den Tieren aktuell in einer zunehmend sich verändernden Umwelt zu helfen.

„Die Entstehung eines resilienten Waldes, der in der Lage ist, den Herausforderungen der Zukunft standzuhalten, bietet nicht nur Lebensräume für Fledermäuse und andere Arten, sondern hilft auch dabei, die Biodiversität zu bewahren.“ ist sich Waldbesitzer Starrach sicher.

Für die Zukunft sucht der BUND Herford weitere Eigentümer von Wald- oder Kalamitätsflächen, um diese in „Urwälder von morgen“ zu verwandeln. Der BUND Herford möchte hierzu gern auch mit der BUND NRW Naturschutzstiftung Waldflächen ankaufen, steht aber auch interessierten Waldbesitzern gern mit Rat und Tat zur Seite, um ihren Wald ökologisch aufzuwerten.

Einladung

„Wenn Sie selbst Kalamitätsflächen besitzen und daran interessiert sind, Teil dieses Projekts zu werden, freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung“, betont Kreisgruppensprecher Meier. „Gemeinsam können wir die Grundlage für eine nachhaltige und vielfältige Waldbewirtschaftung schaffen.“

Landschaftsplan muss Arten- und Biotopschutz besser berücksichtigen

Aktive vom BUND übergeben Landrat Forderungen für den neuen Landschaftslpan

BUNDler übergeben Forderungen zum neuen Landschaftsplan

Zum Hintergrund: Der Kreistag hat im Jahr 2017 beschlossen, die bisherigen fünf Landschaftspläne in einem kreisweiten Landschaftsplan fortzuschreiben. Ein aufwendiger und komplizierter Prozess, in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, die Landwirtschaft und der ehrenamtliche Naturschutz mit einbezogen werden.

Grundlage für die aktuellen Planungen sind u.a. eine kreisweite Biotoptypenkartierung.

Entscheidend sind nun verschiedene Fragestellungen: Wo müssen Naturschutzgebiete verändert oder neu ausgewiesen werden? Wie sind die Grenzen der Landschaftsschutzgebiete zu überarbeiten? Gibt es eine Differenzierung der Landschaftsschutzgebiete hinsichtlich ihres Schutzzweckes? Wie kommt man zu einem Biotopverbund, um die manchmal verinselten Landschaftsräume zu verbinden und damit ihre Bedeutung langfristig zu sichern? Welche Vorgaben müssen durch den Regionalplan als Landschaftsrahmenplan beachtet werden?

Der BUND hat hier sehr konkrete Vorstellungen, die in einem Zehn-Punkte-Katalog zusammengefasst sind. Dieser wurde dem Landrat nun im Kreishaus übergeben. Darin fordern die Naturschützer beispielsweise mehr und größere Naturschutzgebiete. Mit 3,77% der Fläche ist der Kreis Herford Schlusslicht in Ostwestfalen. Der Kreis Paderborn und Kreis Lippe haben jeweils über 11% ihrer Fläche als Naturschutzgebiete ausgewiesen und selbst die Stadt Bielefeld hat mit 8 % prozentual mehr als doppelt sowiel Fläche ausgewiesen. Aber auch die Vernetzung einzelner Schutzgebiete, die Wiedervernetzung zerschnittener Großlebensräume sowie die Unterschutzstellung sämtlicher Waldflächen mit einer hohen ökologischen Wertigkeit werden vom BUND gefordert.

„ Der BUND im Kreis Herford begrüßt die Bemühungen zur Neufassung eines Landschaftsplanes für den ganzen Kreis Herford ausdrücklich. An den bisherigen fünf Plänen hat der Zahn der Zeit genagt“, so Bernd Meier. „Wir brauchen eine neue Grundlage, um Natur und Landschaft im Kreis Herford besser zu schützen und die Artenvielfalt zu erhalten“ meint Kreisgruppensprecher Bernd Meier.

Der aktuelle Entwurf stellt die Naturschützer aber noch nicht zufrieden. „Neben der Vergrößerung der Fläche von Naturschutzgebieten benötigen wir auch Maßnahmen, um bedrohte Arten zu schützen, deren Lebensräume sich außerhalb dieser Gebiete befinden. Wir brauchen Pufferzonen rund um schmale Schutzgebiete sowie klare und überprüfbare Zielsetzungen beim Artenschutz“, so Meier, der sich zudem eine noch stringentere Kontrolle der Vorschriften in Schutzgebieten wünscht. „Naturschutz muss in Naturschutzgebieten immer Vorrang vor anderen Nutzungsinteressen haben“, so der BUND Kreisgruppenvorsitzende.

andschaftsplan.Im besonderen Blick des Plans müssen die Bach-, Siek- und Flusstäler als wesentliches Gerüst des Biotopverbundes im Kreis Herford liegen. Dazu kommen auch, trotz oder gerade wegen der allgemeinen Waldarmut im Kreis Herford, Wälder mit einer besonderen naturschutzfachlichen Bedeutung. Sonderstandorte wie Heiden und Magergrünland sind auch zu berücksichtigen. Ein weiterer Arbeitsbereich hat sich in den letzten Jahren beim Schutz von Arten der offenen Feldflur entwickelt.

 

Citizen Science - Fledermausquartiere in NRW erfassen

Machen Sie mit!

Der BUND verleiht auch "Fledermaus willkommen" Plaketten. Bewerben Sie sich einfach!

Auch dieses Jahr werden Bürger*innen vom BUND aufgerufen bei der Erfassung von Fledermausquartieren zu helfen. Ziel ist es Quartiere zu kennen und damit die geschützen Tiere besser schützen zu können.

Helfen auch Sie mit!

Die Aktion wird ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung für Umwelt und Entwicklung (SUE)

Hier geht es zum Aufruf.

Jetzt Förderung für Dachbegrünung beantragen!

Gegen Dürre und Wassermassen: Dachbegrünung als Wasserrückhalt

Die trockenen Jahre 2018 bis 2020 waren beispiellos für die vergangenen 250 Jahre. Diese Folgen der Klimakrise bedrohen auch in Deutschland Menschen und die natürlichen Lebensgrundlagen. Die Fluten im Ahrtal widerum und die derzeitigen Regenmengen spiegeln das andere Extremum wieder.

Eine rasche Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie durch Bund und Länder ist dringend geboten. Kurzfristig müssen bundesweit die einheitliche Erfassung von Kenngrößen zu Niedrigwasser und Wassermangel, einheitliche Leitlinien für regionale Wasserversorgungskonzepte sowie eine „Kommunikationsstrategie Wasser“ auf den Weg gebracht werden.

Bandt: „Es ist zu befürchten, dass der Dürre-Trend der vergangen Jahre sich fortsetzt. Deshalb müssen wir schnell die Widerstandskraft unserer Landschaft stärken und den natürlichen Wasserrückhalt erhöhen. Wir müssen auch in Deutschland großflächige naturbasierte Lösungen für dezentrale Wasserrückhaltemaßnahmen in der Landschaft ermöglichen. Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz der Bundesregierung muss daher schnellstmöglich starten.“

Auen spielen beim Wasserrückhalt eine sehr wichtige Rolle. Mit den Naturschutzgroßprojekten Lenzener Elbtalaue und Lebendige Auen für die Elbe hat der BUND als großer deutscher Flussverband bereits 840 Hektar Auenlandschaft wiederhergestellt und das Potential naturbasierter Lösungen beispielhaft aufgezeigt. Lebendige Flusslandschaften sind vorsorgender Hochwasserschutz als auch Wasserspeicher in der Landschaft. Regelmäßig überflutete Auen speichern zudem bis zu 30 Prozent mehr Kohlenstoff und damit klimaschädliches CO2, reinigen das Wasser und geben es bei Trockenheit nach und nach wieder an die Landschaft ab.

Aber nicht nur der Gesetzgeber ist gefordert, jeder einzelne könne und solle aktiv werden, ergänzt Bernd Meier von der BUND Kreisgruppe Herford.

"Nicht verschwenderisch mit unserem Trinkwasser, also unseren Grundwasservorräten, umgehen kann jeder" erläutert der BUND Kreisgruppensprecher. Statt Schottergärten anzulegen, könne man naturnahe Gärten anlegen, Regenwasserzisternen aufstellen, oder auch Garageneinfahrten und Parkflächen durch Rasengittersteine oder ähnlichem entsiegeln und so die Grundwasserneubildung fördern und Hochwassergefahren abmildern.

Dachbegrünungen bieten zahlreiche Ökosystemleistungen, wie Regenwasserrückhalt. Auch die Funktion als Habitat für Insekten, Nahrungsquelle für verschiedene Vogelarten und die als Trittsteinbiotop im Biotopverbund. Aus diesen Gründen ist es dem BUND Kreis Herford ein Anliegen Dachbegrünungen zu fördern. Die BUND Kreisgruppe Herford  fördert im Kreis Dachbegrünungen mit 1/3 der Kosten, allerdings max. 500€ pro Dachbegrünung. Gefördert werden alle Kosten für Arbeiten und Materialien oberhalb der Dachabdichtung. Bei Interesse einer Förderung kann mit dem BUND über bund-herford@web.de Kontakt aufgenommen werden. Wir beraten Sie gerne bei Interesse unverbindlich hinsichtlich einer möglichst artenschutzfreundlichen Lösung. Wenn Ihnen der Artenschutz als Argument nicht genügen sollte, dann könnte eine Dachbegrünung dennoch interessant für Sie sein, da in Studien auch direkte Nutzen für den Menschen dargelegt wurden. So kühlen flächendeckende Dachbegrünungen beispielsweise in Ballungsgebieten die Luft auch auf Fußgängerebene, in einer Kleinstadt wie Herford ist das wegen der zu geringen Dichte zwar nur bedingt möglich, für die HausbesitzerInnen gibt es allerdings verschiedene Ersparnisse durch eine Dachbegrünung. Auf lange Sicht muss die Dachpappe deutlich seltener ersetzt werden, durch die Dämmwirkung werden im Winter Heiz- und im Sommer Stromkosten eingespart. Des Weiteren steigern Dachbegrünungen die Produktivität von Solarmodulen.

Bei näheren Informationen dazu können Sie sich ebenfalls gerne an den BUND Kreis Herford unter bund-herford@web.de wenden.
 

Bildautor: Bernd Meier

BildInfos: Auch teilweise Entsiegelungen von Garageneinfahrten lassen Regen versickern und dienen sogar der Artenvielfalt: in den Löchern haben sich Mauerbienen angesiedelt.

Begrünte Dächer halten Wasser zurück und heizen sich nicht so stark auf.

Mehr Informationen:

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Kreisgruppe Herford

Im Appelgarten 1
32049 Herford
Tel.: 0170 76 190 35
E-Mail: bund.herford@bund.net

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Ansprechpartner*innen:

Rödinghausen

Hartmut Finke
Hartmut-Finke@t-online.de
Mobil: 01731697725

Löhne/Kirchlengern:

Burkhard Kriesten
b.kriesten@teleos-web.de

Herford:

Gerd Teuteberg
gerd.teuteberg@gmx.net
Tel.: 05221 348846

Vlotho:

Dieter Marten
dieter.marten@bund.net

Enger-Spenge:

Heinz-Jürgen Uffmann
heinz-juergen.uffmann@bund.net