Kanutour auf der Werre
BUND holt Landratskandidaten von SPD/Grüne ins Boot und bringt sie ins Gespräch über lebendige Flüsse
Eine ungewöhnliche Begegnung auf dem Wasser: Die BUND-Kreisgruppe Herford holte die Landratskandidaten Mirco Schmidt (CDU) und Frank Diembeck (SPD & Bündnis 90/Die Grünen) mit ins Boot und lud zu einer Kanutour ein. Die Strecke führte vom Stadtweg in Schweicheln bis zum Oberbehmer Wehr. Mit dieser Aktion wollte der BUND auf die ökologische Situation der Flüsse Werre und Else aufmerksam machen – und die politischen Entscheidungsträger direkt mit den Herausforderungen vor Ort konfrontieren.
Während der Fahrt, die die Teilnehmer entlang eines der naturnahen und wertvollsten Flussabschnitte der Werre führte, wurde dennoch durch z.B. nichtheimische invasive Arten deutlich, dass selbst hier nicht alles zum Besten ist. Julie Mettenbrink, Vorstandsmitglied der BUND-Kreisgruppe, erklärte:
„An vielen Stellen sehen wir massive Ausbreitungen invasiver Arten wie Indisches Springkraut oder Japanischer Knöterich. Ein bewährtes Mittel dagegen ist die Förderung von Weidengebüschen entlang der Ufer. Diese beschatten das Wasser, stabilisieren die Böschungen und verdrängen die Neophyten auf natürliche Weise. Das ist ein einfaches, aber sehr wirksames Instrument zur ökologischen Verbesserung unserer Flüsse.“
Auch die ökologische Durchgängigkeit von Werre und Else sei nach wie vor stark eingeschränkt, so der BUND. Fische und andere Wasserorganismen stoßen am Oberbehmer Wehr, das den Schlusspunkt der Tour darstellte, auf ein unüberwindbares Hindernis für ihre Wanderung flussaufwärts. Wie eine naturnahe Umgestaltung des Wehres aussehen könnte, erlebten die Teilnehmer der Tour eindrucksvoll an der ehemaligen Roggenmühle auf der Strecke, wo das Wehr durch eine raue Sohlgleite ersetzt wurde. Karsten Otte, BUND-Aktivist und Sprecher der Bezirkskonferenz Naturschutz erläuterte: "HIer ist eine Durchlässigkeit nicht nur für Kanufahrer gegeben. Auch Fische und Kleinlebewesen können wieder wandern. Jetzt muss nur noch dass Oberbehmer Wehr umgebaut werden, damit sie überhaupt bis zur Roggenmühle aufsteigen können."
Am Geprächsort unterhalb des Oberbehmer Wehres, den die Teilnehmer über Land erreichten, machte Bernd Meier, Sprecher der BUND Kreisgruppe deutlich: "wir konnten das Wehr zu Fuß umgehen - wie es auch die Kanuten machen müssen. Dies ist leider den Wasserlebewesen verwehrt, für sie endet ihre Reise hier."
Resolution „Freie Fahrt für Fische in Werre und Else!“
Grundlage der Gespräche war die im Frühjahr verabschiedete Resolution der BUND-Kreisgruppe. Sie fordert unter anderem:
- eine raue Sohlgleite am Oberbehmer Wehr,
- eine Sohlgleite oder ein Bypass am maroden Elsemühlenwehr in Bünde,
- die zügige Umsetzung der Umbaupläne für das Bergertorwehr in Herford,
- sowie ein stärkeres Engagement des Kreises als Untere Wasserbehörde, um die EU-Vorgaben zum ökologischen Zustand der Flüsse umzusetzen.
Kandidaten im Gespräch
Bei der Überreichung der Resolution schenkte Bernd Meier den Landratkandidaten auch das Buch "Geschichte im Fluss" des Kreisheimatvereins, dass die Kanalisierung von Werre und Else seit dem 18. Jharhundert in den Blick nimmt. Meier erklärte: "Alte Karten zeigen, wie sich die Werre und Else vor der Kanalisierung natürlich durch die Landschaft schlängelten. Während die Werre im Mittelalter von der Quelle bis zur Mündung 100 Kilometer lang war, sind es jetzt nur noch 69 Kilometer."
Abschließend machte Ulrich Richter deutlich, dass eine rasche Umsetzung des in der Planung befindlichen Landschaftsplans auch für eine Renaturierung von Werre und Else von zentraler Bedeutung sei:"Im Landschaftsplan können die Ufer- und Auenbereiche unter Schutz gestellt werden. Dies ist dringend nötig, damit Werre und Else wieder Raum für eine naturnahe Eigendynamik erhalten und auch natürliche Retentionsräume geschaffen werden, umder steigenden Hochwassergefahr zu begegnen.
Sowohl Schmidt (CDU) als auch Diembeck (SPD/Grüne) signalisierten, die Anliegen ernst zu nehmen und sich für eine bessere Durchgängigkeit und Renaturierung der Auen von Werre und Else einzusetzen.
Wilde Wiesen für Bienen und Co
BUND fördert insektenfreundliche Gärten für die Artenvielfalt zum Tag des Gartens am 8. Juni
Am Sonntag, den 8. Juni 2025, feiert Deutschland den „Tag des Gartens“. Der BUND Herford nutzt diesen Anlass, um auf die Bedeutung naturnaher und insektenfreundlicher Gärten aufmerksam zu machen – und lädt die Bürgerinnen und Bürger zu einer besonderen Mitmach-Aktion ein.
Unter dem Motto „Mehr Wildnis im Vorgarten“ verschenkt der BUND Herford kostenlose Saatgut-Tütchen mit heimischen Wildblumen. Damit möchte der BUND Gartenfreunde ermutigen, ihre Beete, Balkone oder auch kleine Grünstreifen in lebendige Oasen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten zu verwandeln. Selbst kleine Flächen, wie Blumenkästen auf dem Balkon können zur Artenvielfalt beitragen.
Ein naturnaher Garten ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. In Zeiten des Insektensterbens brauchen wir jedes Fleckchen Grün, das summt, blüht und Lebensraum bietet.
Die Saatgutmischung enthält ausschließlich heimische Wildblumen, die für unsere Region geeignet sind und vielen Insektenarten Nahrung bieten. Mitmachen kann jede*r – egal ob mit großem Garten, Balkon oder nur einem Blumenkasten.
So funktioniert’s:
Wer ein Saatguttütchen erhalten möchte, schreibt einfach eine kurze E-Mail an den BUND Herford unter:
bund-herford@web.de
Die Samentüten werden anschließend per Post verschickt oder auch persönlich vorbeigebracht – natürlich kostenlos.
Weitere Tipps gibt es unter dem Reiter Ökotipps
Gemeinsam können wir ein blühendes Zeichen für die Artenvielfalt setzen!
BUND sucht Unterstützer*innen
Ein Team von fünf jungen Menschen ist zur Zeit unterwegs um Unterstützer*innen für den BUND zu gewinnen. Für unsere vielfältigen Aktivitäten brauchen wir neben personeller auch finanzielle Unterstützung um Spatzen- und Schwalbennester anzubringen, Blumenwiesen anzulegen, Steuobstwiesen zu pflanzen, verletzte Fledermäuse gesund zu pflegen und vieles mehr. Um neue Aktive und Unterstützer*innen zu gewinnen werden darum zur Zeit Bürgerinnen und Bürger angesprochen, ob sie den BUND finanziell und/oder durch Mitarbeit unterstützen möchten. Um seine Unabhängigkeit zu wahren, verzichtet der BUND bewusst auf staatliche Förderungen oder Großspenden von Firmen. Um so wichtiger ist für uns die Unterstützung der einzelnen Menschen - jede Spende - noch so klein - zählt.
Allee an der Vlothoer Straße bewahren
Der BUND setzt sich mit Aktion am 24.10 für den Erhalt der Alleebäume ein
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich dafür ein, dass der Baumbestand an der Vlothoerstraße erhalten bleibt. Um aufzuzeigen, wieviele Bäume allein schon für eine Linksabbiegerspur zur Wentworthkaserne gefällt werden sollen, wurden die Bäume mit Plakaten und Kreuzen markiert.
"Statt einen autogerechten Ausbau vorzunehmen, sollte die Stadt lieber zukunftsweisend und klimaschonend die Vlothoer Straße zur Fahrradstraße machen", meint Bernd Meier-Lammering, Kreisgruppensprecher des BUND. Der BUND hält auch die Verkehrsprognosen für übertrieben. "Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum sich der Verkehr verdoppeln soll, auch die Kasernen waren ja bewohnt und die Soldaten und ihre Angehörigen fuhren Auto.", meint Doris Eichholz vom BUND.
Der BUND weißt außerdem darauf hin, dass sich laut dem Verkehrskonzept der Stadt Herford mehr auf das Fahrrad und andere Alternativen konzentriert werden soll, weswegen ein Ausbau der Straße im Sinne der Autofahrer kontraproduktiv für dieses übergeordnete Ziel wäre. "Wenn die Stadt es wirklich ernst meint mit dem Ausruf des Klimanotstands, dann muss sie auch endlich ihre Verkehrspolitik ändern.", fordert Meier-Lammering.
Nicht nur durch diese Aktion, sondern auch durch einen Bürgerantrag und das Sammeln von Unterschriften geht der BUND gegen die Fällung der Bäume im Bereich der Wentworth Kaserne vor.
Der BUND hält es für unsinnig die Bäume für den Ausbau der Straße zu fällen. Statt 18 Bäume für eine Abbiegespur zu fällen, könne man auch eine Ampelanlage mit einer sinnvollen Schaltung installieren. Auch die Einbahnlösung in Variante D (diese Zeitung berichtete), sei völlig unsinnig und benachteilige in der Bewertung die aus Sicht des BUND vorteilhafte Variante D. Der BUND hinterfragt auch die Bewertungsmatrix der verschiedenen Varianten. "Ich frage mich, wieso die Planer die nicht nachvollziehbare Einbahnstraßenregelung in der Variante D eingebaut haben.", so Meier-Lammering.
Er ergänzt außerdem, dass auch bei einer Umwandlung des Teilstücks zur Fahrradstraße, wie es in Alternative D vorgeschlagen wird, diese nicht nur in eine Richtung befahrbar sein sollte, sondern in beide Richtungen verfügbar sein müsste, wodurch sich letzten Endes auch keine schwerwiegenden Probleme für Autofahrer oder den ÖPNV ergeben würden.
BUND aktiv für den Erhalt von Enzian und Co!
In seiner ersten praktischen Naturschutzaktion 2019 will der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) zusammen mit der Biologischen Station Ravensberg im Naturschutzgebiet Doberg entkusseln. Unter Entkusselung versteht man die Entfernung von jungem Gehölzaufwuchs, sogenannten Kusseln, in Mooren, Heiden, Feuchtwiesen und Trockenrasen. Diese besonderen Lebensräume in denen nur dort vorkommende Tier- und Pflanzenarten leben, müssen regelmäßig von Gehölzaufwuchs freigehalten werden, um den Lebensraum zu erhalten.
Amphibienschutz
Häckeln für die Artenvielfalt
Zu Hause bleiben und sich trotzdem aktiv für Natur- und Umweltschutz engagieren? Das geht! Zum Tag der biologischen Vielfalt sollen selbstgehäkelte Bienen und Schmetterlinge ihren bedrohten natürlichen Artgenossen eine Stimme geben. Der BUND (Bund für Umwelt Naturschutz Deutschland) ruft zum Mitmachen auf.
Auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie brauchen Wildbienen, Schmetterlinge und Co. dringend Hilfe. Überall fällt es auf: Insekten verschwinden allmählich. Besonders stark ist das Insektensterben dort, wo intensive Landwirtschaft und Pestizide ihr Lebensraum zerstören. Dieser Verlust der Artenvielfalt hat folgenschwere Auswirkungen auf unser Ökosystem. Auch als Bestäuber sind Insekten für den Großteil unserer Kulturpflanzen unverzichtbar. Das Vergnügen einen Schmetterling in Deutschland zu sehen wird jedoch immer seltener: 80 Prozent der einheimischen Tagfalterarten sind inzwischen bedroht. Von den über 560 verschiedenen hier heimischen Wildbienenarten steht mehr als die Hälfte mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Deshalb will der BUND das Thema Insektenschutz mit einer kreativen Aktion in die Öffentlichkeit bringen und ruft dazu auf, Bienen und Schmetterlinge zu häkeln. Als Botschafter werden diese sich für ihre natürlichen Artgenossen einsetzen. Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, am 22. Mai, soll mit möglichst vielen Häkel-Insekten eine große Bild-Aktion für den Artenschutz stattfinden und die sozialen Medien mit Bildern und Botschaften geflutet werden. So kann man sich auch von zu Hause aus für den Schutz der bedrohten Insekten einsetzten. Danach sollen die gehäkelten Insekten den lokalen BUND-Gruppen für die Insektenschutz-Arbeit zur Verfügung gestellt werden.
Eine genaue Anleitung für Häkel-Bienen und Schmetterlinge, die auch für Häkelanfänger*innen geeignet ist, sowie weitere Informationen zu der Aktion gibt es unter: www.bund.net/mitmachen/haekeln-fuer-die-artenvielfalt
Stoppt die Kassenbonpflicht
Seit dem 1.1. ist das neue Kassenbongesetz in Kraft.
Ab Anfang des Jahres werden Millionen Kassenzettel täglich in Deutschland zusätzlich gedruckt. Und das, obwohl die meisten Belege danach eh direkt im Müll landen!
Die BUND Kreisgruppe Herford will diese unsinnige Verordnung stoppen und richtet an die Bundestagsabgeordneten des Kreises, Tim Ostermann und Stefan Schwartze, eine Petition sich im Bundestag für eine Änderung des Gesetzes einzusetzen.
Bitte helfen Sie uns dabei, indem Sie diese Petition unterstützen, denn gedruckte Kassenzettel sind nicht nur überflüssig, sondern auch gesundheits- und umweltschädlich!
- Papier ist eine wertvolle Ressource. Stoppt ihre Verschwendung zum Druck von Kassenzetteln!
- Kassenzettel schaden unserer Umwelt und Gesundheit. Sie enthalten giftiges Bisphenol und gehören in den Müll!
Der BUND fordert daher: Stoppt den Papierquittungswahnsinn!
Unterstützen Sie unsere Petition:
www.openpetition.de/petition/online/stopp-der-kassenbonpflicht
CDU Neujahresempfang
Am 18.1.2020 nahm der BUND Herford mit einem Infostand am CDU Neujahresempfang teil und sammelte hier vor allem Unterschriften gegen die Kassenbonpflicht und sprach mit den Mitgliedern der CDU über relevante Umweltpolitische Fragen.
Schüler Klimagipfel Löhne
Der BUND Herford beteiligte sich am 11.12.2019 mit einem Infostand am Schüler Klimagipfel in Löhne. Hierbei verteilte der BUND Infos zu Umweltrelevanten Themen an Schüler aus der Region.
Weihnachtsmarkt auf dem Gut Bustedt
Am 8.12.2019 beteiligte sich die BUND Kreisgruppe Herford mit einem Stand am Weihnachtsmarkt auf Gut Bustedt. Hier konnte man selbstgemachte ökologische Vogelfutterzapfen und Tassen, Teelichter, Vogelhäuschen und natürlich interessante Informationen erwerben.
Fridays for Future Demo am 29.11.2019
Am 29.11.2019 hat die BUND Kreisgruppe Herford und einige seiner Mitglieder mit Schildern und Stimmen den Protestmarsch der Fridays for Future vom Bahnhof Herford zur Herforder Münsterkirche unterstützt. Anschließend hielt Bernd Meier-Lammering vor der Stephanskirche eine Rede (Foto).
Erntedanktag der Neuapostolischen Kirche
Mitglieder des BUND und der Neuapostolischen Kirche Herford
Der BUND wurde von der Neuapostolischen Kirche Herford zum Erntedanktag der Gemeinde am 06.10.2019 eingeladen. Das Fest wurde unter das Hauptthema "Nachhaltigkeit" gestellt. In diesem Sinne hatten sich einige Mitglieder der Gemeinde Dinge überlegt, die Sie an ihren Ständen anbieten konnten. Die Besucher hatten somit die Möglichkeit Insektenhotels zu bauen, 'Seedballs' herzustellen und sich an weitern Ständen mit Nachhaltigkeit und einer umweltfreundlicheren Lebensweise auseinanderzusetzen.
Die anwesenden Mitglieder des BUND informierten die Gäste über die verschiedenste Thematiken bezüglich Umwelt- und Naturschutz, verteilten Samentütchen mit heimischen Wildblumenmischungen für Wildbienen und Schmetterlinge und beantworteten Fragen der Interessenten.
Die Gemeinde der Neuapostolischen Kirche nahm für Taschen, Marmelade und weitere Artikel, die Sie verkauften oder gegen eine Spende anboten, Geld ein, welches Sie dem BUND danach zu 100 Prozent in einer großzügigen Spende zukommen ließen.