Kreisgruppe Herford

Aktiv werden

Bioblitzen im Kreis Herford

so geht´s

wir möchten Sie einladen, an einem NRW-weitem Wettbewerb zur Erfassung der Fauna und Flora teilzunehmen. Der BUND möchte in Kooperation mit der Biologischen Station Ravensberg und dem Biologiezentrum Bustedt  möglichst viele Arten im Kreis Herford erfassen. Jeder kann mitmachen - man muss kein Experte sein. Man braucht nur ein Smartphone und läd sich die App Obsidentify herunter. Dann mit der App von Tieren und Pflanzen (und Pilzen) ein Foto machen und hochladen. Die App bestimmt dank künstlicher Intelligenz die Art. Das Ergebnis wird dann auch noch von Experten überprüft. So kann jeder schnell und einfach seine Artenkenntnisse verbessern und als Bürgerwissenschaftler zu besserer Kenntnis der Verbreitung der Arten und damit auch zu Ihrem Schutz beitragen.

Wer zudem Arten, die nicht so leicht zu fotographieren sind, oder Arten, die sie/er schon kennt (z.B. Vögel, Säuger) eingeben will, kann hierzu die App Obsmap nutzen. Zusammen mit der App Birdnet, mit der man hervorragend Vogelstimmen bestimmen kann, kann die Zahl der eingegebenen Arten noch erhöht werden.

Hier gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Die Apps sind im Playstore und Apple-store kostenlos erhältlich.

 

Schauen Sie mal rein in den Wettbewerb


 

Fledermäuse wieder aktiv – Keine Angst vor Corona und Co.

BUND im Rahmen eines Citizen Science Projekts in OWL auf der Suche nach Quartieren

Der Frühling hat begonnen und mit den warmen Sonnenstrahlen erwachen auch die Fledermäuse aus ihrem Winterschlaf. Die nächtlichen Jäger suchen nun ihre Sommerquartiere auf und können bei ihren Flugkünsten bestaunt werden.

Aktuell fürchten Artenschützer jedoch um den Ruf der kleinen Flugakrobaten, da Fledermäuse in Verbindung zu dem neuartigen Coronavirus gebracht werden, der die Erkrankung Covid-19 auslösen kann. Angst davor, dass die Tiere Menschen anstecken könnten, braucht jedoch niemand zu haben. „Die in Deutschland heimischen Fledermausarten sind keine Überträger des neuartigen Coronavirus“, betont Fledermausexperte Bernd Meier-Lammering vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Fledermäuse erfüllen wichtige Funktionen in unseren Ökosystemen. Sie vertilgen große Mengen an Insekten und haben dabei auch viele pflanzenfressende Schädlinge auf ihrem Speiseplan.

Bis auf die Zwergfledermaus stehen alle in dieser Gegend heimischen Fledermausarten auf der „Roten Liste der gefährdeten Tierarten“. Zu diesen gehört auch das braune Langohr, eine waldbewohnende Fledermausart, deren auffälligstes Merkmal die großen Ohren sind, die mit etwa 4 Zentimeter Länge fast so lang sind wie der Körper. Daher freut es die Naturschützer*innen vom BUND, dass sie nun ein braunes Langohr erfolgreich in Oerlinghausen auswildern konnten. Dort wurde es im Herbst von einer Anwohnerin geschwächt und unternährt aufgefunden. Fledermausschützer haben es dann den Winter über wieder aufgepäppelt.

Trotz das strengen Schutzes unter dem die Fledermäuse stehen, gehen die Bestandszahlen zum Teil besorgniserregend zurück. Die wichtigsten Gründe hierfür: Die Tiere finden immer weniger Insektennahrung. Mit dem Ausräumen der Landschaft für Ackerflächen, dem Zuschütten von Kleingewässern, der Rodung von Obstwiesen sowie dem Einsatz von Insektiziden in Landwirtschaft und Gärten werden Insekten immer seltener.

Dazu nimmt die Zahl der Quartiere ab, in denen Fledermäuse überwintern und ihre Jungen aufziehen können. Viele alte, höhlenreiche Bäume werden als so genannte "Gefahrenbäume" entfernt oder ganze Altholzbestände gerodet. Hinzu kommt, dass immer mehr Dachböden ausgebaut und dabei vollkommen abgedichtet werden. Selbst in Kirchen finden Fledermäuse deshalb immer weniger Unterschlupfmöglichkeiten.

Der BUND ist daher auf der Suche nach Fledermausquartieren um sich für deren Erhalt einzusetzen. Die Naturschützer*innen erfassen Hausquartiere von Fledermäusen, werben bei Hauseigentümern für Erhalt und Schutz der Quartiere und informieren über Möglichkeiten, Fledermausquartiere neu zu schaffen, zum Beispiel mit Fledermauskästen und verteilen Wildblumensamen um die Insektenvielfalt und damit die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse zu verbessern.

"Wer sich als Fledermausforscher*in im Rahmen eines sogenannten Citizen Science Projekts an der Suche nach Fledermausquartieren beteiligen möchte, kann vom BUND entsprechende Geräte, wie Fledermausdetektor und Nachtsichtgerät geliehen bekommen" erklärt Sylvia Sohlau, die als Bundesfreiwillige das Projekt betreut. "Wir freuen uns natürlich auch über Menschen, die den Fledermäusen durch die Aussaat von Wildblumen oder die Schaffung von Quartieren helfen möchten." ergänzt Fledermausexperte Meier-Lammering.

Der BUND ist per mail erreichbar unter fledermausschutz(at)bund.net oder telefonisch unter 0170 76 190 35.


 

Wir können auch ohne: 40 Tage ohne Plastik – BUND ruft zum #plastikfasten auf

Jede*r Einzelne kann einen Beitrag dazu leisten, Plastik zu reduzieren. Wir geben Tipps, die Sie im Alltag mit wenig Aufwand gut umsetzen können.

Obst und Gemüse in Plastiktüten, Plastikflaschen, Trinkhalme, Einweg-Kaffeebecher, Plastikgeschirr – Plastikartikel sind allgegenwärtig und bescheren uns im Alltag eine wahre Plastikflut. Der BUND sagt: Wir können auch ohne. Zum vierten Mal ruft der Umweltverband zum Plastikfasten auf und damit während der Fastenzeit soweit es geht auf Plastik zu verzichten. Erst wenn wir darauf achten, wie viel Plastik uns im Alltag umgibt, erkennen wir das Ausmaß der Plastikkrise, in der wir uns befinden. r von uns etwas tun, um Plastik im Alltag zu vermeiden.

Hier gibt es Tipps zum Plastiksparen

Haben Sie auch einen Tipp Plastik zu vermeiden? Schreiben Sie uns. Wir veröffentlichen Ihren Tipp. Unter allen Einsendern verlosen wir das Buch Wildes Nordrhein-Westfalen.