Kreisgruppe Herford

Aktiv werden

Volksinitiative Artenvielfalt NRW

Jetzt aktiv werden und unterschreiben!

Unterschriftenaktion zur Volksinitiative Artenvielfalt in Herford auf dem Neuen Markt

Unterschriftenbögen gibt es zum Herunterladen auf: https://artenvielfalt-nrw.de/unterschreiben

oder können über den BUND Herford angefordert werden: bund.herford@bund.net

Der dramatische Verlust an der Tier- und Pflanzenarten muss gestoppt werden. Mit unserer Volksinitiative Artenvielfalt NRW setzen wir uns dafür ein, dass Artenvielfalt und Naturschutz auf die politische Agenda gesetzt werden.

Am 23. Juli haben die drei großen NRW-Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) den Startschuss für die landesweite Volksinitiative Artenvielfalt gegeben. Unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ sollen in den nächsten Monaten mindestens 66.000 Unterschriften gesammelt werden. Dann muss sich der NRW-Landtag mit der Volksinitiative beschäftigen. In acht zentralen Handlungsfeldern fordern die Naturschützer einen deutlichen Politikwechsel.

Konkret fordern die Verbände einen Stopp des Flächenfraßes, mehr Waldflächen ohne Nutzung, die Ausweitung des Biotopverbundes und die Ausweisung eines Nationalparks Senne. Auch müssten der ökologische Landbau deutlich ausgeweitet , ein Verbot chemisch-synthetischer Pestizide in Naturschutzgebieten durchgesetzt sowie Gewässer und Auen wirksam geschützt werden.

Der Natur- und Artenschutz müsse aber nicht nur auf dem Land, sondern auch in der Stadt gestärkt werden. Die Landesregierung sei gefordert, dafür den ordnungsrechtlichen Rahmen zu setzen. Die Verbände fordern so zum Beispiel klare landesrechtliche Vorgaben etwa zur Eindämmung der Lichtverschmutzung und ein Verbot so genannter Schottergärten. Umgesetzt werden müssten die Maßnahmen dann allerdings in den Städten und Gemeinden.

Um die Forderungen der Volksinitiative Artenvielfalt NRW zum Thema im Landtag zu machen müssen mindestens 0,5 Prozent der Stimmberechtigten in Nordrhein-Westfalen unterschreiben. Unterschreiben kann jeder, der zur Landtagswahl berechtigt ist, d.h. seinen Wohnsitz in NRW hat, mindestens 18 Jahre alt ist und die deutsche Staatsangehörigkeit hat. Gültig sind nur manuelle Unterschriften auf dem offiziellen Unterschriftenbogen. Das Stimmrecht aller Unterzeichnenden müssen sich die Initiatoren der Volksinitiative von der jeweiligen Gemeinde der Hauptwohnung bestätigen lassen.

Weitere Informationen zu der Volkinitistiave finden sich unter: https://artenvielfalt-nrw.de/unterschreiben

Dort können auch die Unterschriftenbogen heruntergeladen werden. Die Bögen können auch genutzt werden, um bei Freunden oder Bekannten Unterschriften zu sammeln.

Citizen Science Projekt zur Bestandserfassung der Fledermäuse in OWL

BUND ruft zur simultanen Fledermauszählung auf

Der BUND führt aktuell im Rahmen eines Citizen Science Projekts* eine Bestandserfassung der Fledermausquartiere in OWL durch. Dabei soll gleichzeitig eine Zählung der Fledermäuse an allen Quartieren stattfinden, um einen besseren Überblick über die Fledermausbestände in unserer Region zu erhalten. Bislang ist über den Bestand und die Bestandsentwicklung der Fledermäuse nur wenig bekannt, selbst bei häufig vorkommenden Arten, wie beispielsweise der Zwergfledermaus. Und das, obwohl diese fast ausschließlich an Gebäuden lebt und dem Menschen damit sehr nahe ist.

Die simultane Zählung soll dabei helfen, mehr über das Vorkommen unserer Fledermäuse in den Städten und Dörfern zu erfahren. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser.

Daher bittet der BUND alle „Besitzer“ von Fledermausquartieren, am selben Wochenende „ihre Mitbewohner“ beim Ausflug aus dem Quartier zu zählen.

Dabei soll an einem Termin im Juni entweder am 12.6. oder 13.6. gezählt werden.

Zusätzlich auch im Juli entweder am 3.7. oder 4.7.

Am besten postiert man sich dazu kurz vor Sonnenuntergang schräg unterhalb des Ausfluges der Tiere. Die Silhouetten der Fledermäuse sind dann vor dem noch hellen Himmel gut zu sehen, eine Taschenlampe sollte man nicht benutzen, das kann die Tiere stören. Der genaue Ausflugszeitpunkt ist von Art zu Art verschieden, beginnt bei der häufigsten Art, der Zwergfledermaus, aber kurz vor Sonnenuntergang. Zum Zeitpunkt der geplanten Zählungen geht die Sonne gegen 21:45 Uhr unter. Spätestens ab einer halben Stunde vor Sonnenuntergang sollte das Quartier beobachten werden.

Jetzt ist schnelles Mitzählen gefragt, denn die Tiere fliegen recht zügig nacheinander aus. Gut 30 Minuten nach dem ersten Tier ist dann oft schon alles vorbei, es kann sich aber auch länger hinziehen. Man sollte so lange beobachten, bis mindestens 10 Minuten lang kein Tier mehr ausgeflogen ist.

Da die Sichtung der Fledermäuse in der Dämmerung oftmals nicht einfach ist, stellt der BUND zur Zählung kostenlos einen Fledermausdetektor zur Verfügung, mit dem die Ultraschallrufe der Fledermäuse für das menschliche Ohr hörbar werden. Die Bedienung des Geräts ist einfach und erfordert keine besonderen Kenntnisse.

Falls Ihnen ein Fledermausquartier bekannt ist, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie dieses bei uns melden und bei der Fledermauszählung mitmachen. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Schutz dieser besonderen Tiere.

Auch wenn in diesem Jahr keine Fledermäuse bei Ihnen waren oder die Tiere bereits wieder ausgezogen sein sollten, ist das eine wichtige Information für den BUND und wir würden uns über eine Rückmeldung freuen.

Für Fragen oder Rückmeldungen kontaktieren Sie uns gern unter:

Email: fledermausschutz@bund.net Telefon: 0170-76 190 35

 

Sie können für Ihre Fledermausmeldung auch dieses online-Formular verwenden

 

*„Bürgerwissenschaft“ - wissenschaftliche Projekte, bei denen Nichtwissenschaftler*innen und Wissenschaftler*innen zusammen arbeiten und neue Erkenntnisse gewinnen

 

Welt-Bienentag: BUND fordert Schutz der Bienen

Die BUND Kreisgruppe Herford gibt Tipps für einen bienenfreundlichen Garten und verschenkt passende Wildblumensamen

Anlässlich des Welt-Bienentags am 20. Mai fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Landesregierung auf, sich endlich für den Schutz von Bienen und anderen Insekten einzusetzen. Die Zahl der Insekten, eigentlich die arten- und idividuenreichste Tiergruppe, schrumpfe dramatisch. Nicht nur für Vögel und Fische, auch für den Menschen seien Insekten unverzichtbar, erklärt der BUND. So sind zwei Drittel unserer Nahrungsmittel auf Bestäubung zum Beispiel durch Bienen angewiesen.

„Wenn wir von Bienen sprechen, dann reden wir nicht nur von den Honigbienen der Imker, sondern in erster Linie von der ursprünglich großen Vielfalt von über 360 wilden Bienenarten in Nordrhein-Westfalen“, so Bernd Meier-Lammering vom Bund. Laut Roter Liste sind bereits 52 Prozent der Bienenarten Nordrhein-Westfalens in unterschiedlichem Maße gefährdet oder sogar ausgestorben.

Der BUND hatte bereits im April 2017 gemeinsam mit der Aurelia-Stiftung einen nationalen Bienenaktionsplan vorgestellt, der Maßnahmen zum Schutz von Honigbienen, Wildbienen und anderen Bestäubern auflistet. Die wichtigsten Maßnahmen sind: deutliche Reduktion der Pestizidmenge und Verbot von bienengefährlichen Wirkstoffen, aber auch eine deutliche und zügige Reduzierung des Flächenverbrauchs.

Auch die Städte und Gemeinden im Kreis Herford sollten nach Ansicht des BUND mehr für den Insektenschutz tun. „ Es ist völlig unnötig, dass die Stadt Herford schon Anfang Mai an vielen Straßen und Wegen die Seitenflächen mäht“ äußert Meier-Lammering sein Unverständnis. „Dadurch kommen die Pflanzen nicht zum Blühen. Aber gerade blühende Wildpflanzen sind für viele Bienen- und Insektenarten notwendig.“ führt der Biologe aus.

Die Kreisgruppe Herford des BUND möchte aber auch Privatpersonen ermutigen, den eigenen Garten oder Balkon bienenfreundlich zu gestalten und selber für den Schutz der Wildbienen aktiv zu werden.

Durch die richtige Auswahl an Blühpflanzen kann ein vielfältiges Nahrungsangebot für viele Wildbienenarten bereitgestellt werden. Dabei sollte man auf nektar- und pollenreiche, einheimische Blumen setzten. „Je vielfältiger desto besser“ rät Sylvia Sohlau vom BUND Herford. Jedoch sind Pflanzen mit gefüllten Blüten für Wildbienen ungeeignet, da bei diesen die Staubgefäße samt Pollen zu Blütenblättern umgeformt sind und somit keine Nahrung bieten. „Eine Blumenwiese aus einheimischen Wildpflanzen ist eine hervorragende Lebensgrundlage für Wildbienen“, sagt Sohlau. Um diese zu fördern verschenkt der BUND Herford Samentütchen mit einer Wildblumenmischung für Wildbienen und Schmetterlinge.

Wer wenig Platz hat, kann diese auch in Kübeln oder Blumenkästen aussähen. Auch über blühende Küchenkräuter oder Gemüsepflanzen freuen sich Wildbienen. In jedem Fall sollte auf Pestizide und torfhaltige Blumenerde verzichtet werden. Pestizide würden der Natur schaden und beim Torfabbau ökologisch wertvolle Moore zerstört werden, betont der BUND Herford.

Durch das Einrichten von Nisthilfen können Wildbienen ebenfalls unterstützt werden. Leider sind viele Ausführungen von „Insektenhotels“ für Wildbienen ungeeignet und können ihnen teilweise sogar schaden. Geeignete Nisthilfen für Wildbienen lassen sich aber auch ganz einfach selber bauen. Eine ausführliche Broschüre zum Thema „gefährdete Wildbienen- Nisthilfen bauen und Lebensräume schaffen“ kann vom BUND Herford bezogen werden (für 1,50 € Schutzgebühr + Portokosten).

Gleichzeitig weist der BUND Herford darauf hin, dass Nisthilfen für Wildbienen den Verlust naturnaher Lebensräume nicht ausgleichen können. Die zahlreichen ökologischen Nischen und natürlichen Refugien, die zum Beispiel alte Bäume den Wildbienen und anderen Tieren bieten können, lassen sich durch "Insektenhotels" leider nicht ersetzen.

Wer Interesse an der Broschüre hat oder gern Wildblumen aussähen möchte, kann sich an den BUND Herford wenden: bund.herford(at)bund.net oder 0170 76 190 35

Übrigens: Vor Wildbienen braucht man keine Angst zu haben. Die meisten Arten haben nur einen sehr kleinen Stachel, der nicht durch die menschliche Haut stechen kann und sie sind zudem sehr friedfertige Tiere.

Hinweis:
Bürgerinnen und Bürger können ihren Wunsch nach mehr Insektenschutz bei der Europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ kundtun. Europaweit sammelt ein Netzwerk von 140 Organisationen – darunter der BUND – Unterschriften. Wenn eine Million erreicht sind, muss sich die EU-Kommission mit den Forderungen nach Pestizidverbot, Erhalt von Insektenlebensraum und Unterstützung der Landwirt*innen auseinandersetzen.
Zur Europäische Bürgerinitiative "Bienen und Bauern" retten: www.aktion.bund.net/fuer-agrarwende-und-artenvielfalt

Mehr Informationen zur BUND-Aktion "Häkeln für die Artenvielfalt": www.bund.net/haekel-aktion

Hinweis an Redaktionen: Ab ca. 14:30 Uhr finden Sie Fotos der Bild-Aktion vor dem Bundestag zur freien Verwendung unter diesem Link: cloud.bund.net/index.php/s/4DmPxs6fBt4FSBS
Bitte geben Sie als Bildnachweis „BUND/Jörg Farys“ an.

Fledermäuse wieder aktiv – Keine Angst vor Corona und Co.

BUND im Rahmen eines Citizen Science Projekts in OWL auf der Suche nach Quartieren

Der Frühling hat begonnen und mit den warmen Sonnenstrahlen erwachen auch die Fledermäuse aus ihrem Winterschlaf. Die nächtlichen Jäger suchen nun ihre Sommerquartiere auf und können bei ihren Flugkünsten bestaunt werden.

Aktuell fürchten Artenschützer jedoch um den Ruf der kleinen Flugakrobaten, da Fledermäuse in Verbindung zu dem neuartigen Coronavirus gebracht werden, der die Erkrankung Covid-19 auslösen kann. Angst davor, dass die Tiere Menschen anstecken könnten, braucht jedoch niemand zu haben. „Die in Deutschland heimischen Fledermausarten sind keine Überträger des neuartigen Coronavirus“, betont Fledermausexperte Bernd Meier-Lammering vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Fledermäuse erfüllen wichtige Funktionen in unseren Ökosystemen. Sie vertilgen große Mengen an Insekten und haben dabei auch viele pflanzenfressende Schädlinge auf ihrem Speiseplan.

Bis auf die Zwergfledermaus stehen alle in dieser Gegend heimischen Fledermausarten auf der „Roten Liste der gefährdeten Tierarten“. Zu diesen gehört auch das braune Langohr, eine waldbewohnende Fledermausart, deren auffälligstes Merkmal die großen Ohren sind, die mit etwa 4 Zentimeter Länge fast so lang sind wie der Körper. Daher freut es die Naturschützer*innen vom BUND, dass sie nun ein braunes Langohr erfolgreich in Oerlinghausen auswildern konnten. Dort wurde es im Herbst von einer Anwohnerin geschwächt und unternährt aufgefunden. Fledermausschützer haben es dann den Winter über wieder aufgepäppelt.

Trotz das strengen Schutzes unter dem die Fledermäuse stehen, gehen die Bestandszahlen zum Teil besorgniserregend zurück. Die wichtigsten Gründe hierfür: Die Tiere finden immer weniger Insektennahrung. Mit dem Ausräumen der Landschaft für Ackerflächen, dem Zuschütten von Kleingewässern, der Rodung von Obstwiesen sowie dem Einsatz von Insektiziden in Landwirtschaft und Gärten werden Insekten immer seltener.

Dazu nimmt die Zahl der Quartiere ab, in denen Fledermäuse überwintern und ihre Jungen aufziehen können. Viele alte, höhlenreiche Bäume werden als so genannte "Gefahrenbäume" entfernt oder ganze Altholzbestände gerodet. Hinzu kommt, dass immer mehr Dachböden ausgebaut und dabei vollkommen abgedichtet werden. Selbst in Kirchen finden Fledermäuse deshalb immer weniger Unterschlupfmöglichkeiten.

Der BUND ist daher auf der Suche nach Fledermausquartieren um sich für deren Erhalt einzusetzen. Die Naturschützer*innen erfassen Hausquartiere von Fledermäusen, werben bei Hauseigentümern für Erhalt und Schutz der Quartiere und informieren über Möglichkeiten, Fledermausquartiere neu zu schaffen, zum Beispiel mit Fledermauskästen und verteilen Wildblumensamen um die Insektenvielfalt und damit die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse zu verbessern.

"Wer sich als Fledermausforscher*in im Rahmen eines sogenannten Citizen Science Projekts an der Suche nach Fledermausquartieren beteiligen möchte, kann vom BUND entsprechende Geräte, wie Fledermausdetektor und Nachtsichtgerät geliehen bekommen" erklärt Sylvia Sohlau, die als Bundesfreiwillige das Projekt betreut. "Wir freuen uns natürlich auch über Menschen, die den Fledermäusen durch die Aussaat von Wildblumen oder die Schaffung von Quartieren helfen möchten." ergänzt Fledermausexperte Meier-Lammering.

Der BUND ist per mail erreichbar unter fledermausschutz(at)bund.net oder telefonisch unter 0170 76 190 35.

Wir können auch ohne: 40 Tage ohne Plastik – BUND ruft zum #plastikfasten auf

Jede*r Einzelne kann einen Beitrag dazu leisten, Plastik zu reduzieren. Wir geben Tipps, die Sie im Alltag mit wenig Aufwand gut umsetzen können.

Obst und Gemüse in Plastiktüten, Plastikflaschen, Trinkhalme, Einweg-Kaffeebecher, Plastikgeschirr – Plastikartikel sind allgegenwärtig und bescheren uns im Alltag eine wahre Plastikflut. Der BUND sagt: Wir können auch ohne. Zum vierten Mal ruft der Umweltverband zum Plastikfasten auf und damit während der Fastenzeit soweit es geht auf Plastik zu verzichten. Erst wenn wir darauf achten, wie viel Plastik uns im Alltag umgibt, erkennen wir das Ausmaß der Plastikkrise, in der wir uns befinden. r von uns etwas tun, um Plastik im Alltag zu vermeiden.

Hier gibt es Tipps zum Plastiksparen

Haben Sie auch einen Tipp Plastik zu vermeiden? Schreiben Sie uns. Wir veröffentlichen Ihren Tipp. Unter allen Einsendern verlosen wir das Buch Wildes Nordrhein-Westfalen.

Erlebnisse und Beziehungen zwischen Mensch und Baum gesucht

Wer kann eine Geschichte über einen bestimmten Baum erzählen? Wer verbindet vielleicht noch Kindheitserinnerungen mit einem Baum? Hat oder hatte jemand eine feste Beziehung zu einem Baum? Die Kreisgruppe Herford des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) sucht spezielle Baum-Geschichten. Was hat man unter oder mit einem Baum erlebt?

So gab es früher z. B. die Tanz- oder Gerichtslinden. Es wurde eine neue Hofeiche gepflanzt, wenn es in der Familie Nachwuchs gab und eine gefällt und ein Sarg daraus gefertigt, wenn ein Familienmitglied verstarb. Sicher gibt es Menschen, die ihren Lieblingsbaum haben, evtl. auch mit ihm sprechen oder ihn umarmen. Oder ein anderer ist jahrzehntelang mit einem Baum großgeworden und hat ihn wachsen sehen. Für wen gehörte er so gut wie zur Familie oder wen schmerzte es besonders, wenn er gefällt wurde?

Der Herforder Naturschutzverband möchte derartige Baum-Geschichten sammeln und sie bei genügend Rücklauf in einem kleinen Heft oder Buch veröffentlichen. Ziel ist es, für Bäume wieder mehr Akzeptanz und Respekt zu schaffen und sie als „nette Nachbarn“ zu betrachten. Leider werden die „grünen Riesen“ immer mehr als störend empfunden und mit verschiedenen Begründungen schnell gefällt. Der BUND Herford möchte die Bevölkerung sensibilisieren, Bäume mit anderen Augen zu sehen und nicht nur als Verursacher von Dreck, als Hindernis oder Holzlieferant. Bäume haben eine Daseinsberechtigung und sind oft viel länger an Ort und Stelle, als alles andere. Deshalb sollte die Notwendigkeit, einen Baum zu fällen, wirklich gut überlegt sein und er, wenn möglich, erhalten bleiben. Der BUND rät allen, die Platz und die Möglichkeit haben, einen oder mehrere Bäume neu anzupflanzen.

Adresse für die Baum-Geschichten: bund.herford(at)bund.net oder BUND Kreisgruppe Herford, Im Appelgarten 1, 32049 Herford. 

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