Kreisgruppe Herford

Torffrei gärtnern - Moore und das Klima schützen!

BUND rät bei Pflanzenerde zu naturschonenden Alternativen

Hiller Moor  (Bernd Meier-Lammering)

Es ist Gartensaison und Millionen Beete und Blumentöpfe werden neu bepflanzt. In Gartencentern und Baumärkten stapeln sich die Säcke mit Blumen- oder Pflanzenerde. Da Garten- und Blumenerde bis zu 90 Prozent aus Torf besteht, rät der BUND jedoch vom Kauf herkömmlicher Erden ab. Die Torfgewinnung vernichtet Moore und mit ihnen viele seltene Pflanzen und Kleintiere. Moore sind nicht nur Lebensraum für Arten wie den Sonnentau oder das Birkhuhn, sie speichern auch das Klimagas Kohlendioxid.  

Nach Angaben des BUND werden in Deutschland jährlich etwa acht Millionen Kubikmeter Torf abgebaut. Wir vernichten damit einen Schatz, der in zehntausenden Jahren gewachsen ist. Für den Klimaschutz hat dies dramatische Folgen. Allein in deutschen Mooren werden durch Trockenlegung und Abbau jährlich 42 Millionen Tonnen an CO2 freigesetzt. Nur intakte Moore können Kohlenstoff speichern. Doch nur knapp 1 Prozent der Moore in Deutschland kann man noch als „natürlich“ bezeichnen.

Für torfhaltige Blumenerde gibt es längst gute Alternativen. Ein besserer, billiger und naturverträglicher Bodenverbesserer ist Kompost oder Rindenhumus. Mittlerweile bieten viele Hersteller auch Gartenerde ohne Torf an. Der Verbraucher sollte jedoch darauf achten, dass es sich tatsächlich um hundertprozentig torffreie Produkte handelt. Erden, die mit „torfreduziert“ oder „torfarm“ beworben werden, enthalten zumeist 60 bis 80 Prozent Torf. 
Zum Schutz unserer Moore und unseres Klimas appelliert die BUND-Kreisgruppe Herford daher an alle Verbraucher*innen, auf torfhaltige Erde zu verzichten und nach Alternativen zu suchen.
 

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