Zu Hause bleiben und sich trotzdem aktiv für Natur- und Umweltschutz engagieren? Das geht! Zum Tag der biologischen Vielfalt sollen selbstgehäkelte Bienen und Schmetterlinge ihren bedrohten natürlichen Artgenossen eine Stimme geben. Der BUND (Bund für Umwelt Naturschutz Deutschland) ruft zum Mitmachen auf.
Auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie brauchen Wildbienen, Schmetterlinge und Co. dringend Hilfe. Überall fällt es auf: Insekten verschwinden allmählich. Besonders stark ist das Insektensterben dort, wo intensive Landwirtschaft und Pestizide ihr Lebensraum zerstören. Dieser Verlust der Artenvielfalt hat folgenschwere Auswirkungen auf unser Ökosystem. Auch als Bestäuber sind Insekten für den Großteil unserer Kulturpflanzen unverzichtbar. Das Vergnügen einen Schmetterling in Deutschland zu sehen wird jedoch immer seltener: 80 Prozent der einheimischen Tagfalterarten sind inzwischen bedroht. Von den über 560 verschiedenen hier heimischen Wildbienenarten steht mehr als die Hälfte mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Deshalb will der BUND das Thema Insektenschutz mit einer kreativen Aktion in die Öffentlichkeit bringen und ruft dazu auf, Bienen und Schmetterlinge zu häkeln. Als Botschafter werden diese sich für ihre natürlichen Artgenossen einsetzen. Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, am 22. Mai, soll mit möglichst vielen Häkel-Insekten eine große Bild-Aktion für den Artenschutz stattfinden und die sozialen Medien mit Bildern und Botschaften geflutet werden. So kann man sich auch von zu Hause aus für den Schutz der bedrohten Insekten einsetzten. Danach sollen die gehäkelten Insekten den lokalen BUND-Gruppen für die Insektenschutz-Arbeit zur Verfügung gestellt werden.
Eine genaue Anleitung für Häkel-Bienen und Schmetterlinge, die auch für Häkelanfänger*innen geeignet ist, sowie weitere Informationen zu der Aktion gibt es unter: www.bund.net/mitmachen/haekeln-fuer-die-artenvielfalt